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Vöhringen

16.04.2018

SPD steht hinter ihrem Vorsitzenden

Erneut in der Kritik: der städtische Zuschuss für die Sanierung der Martinskirche in Illerberg.
Bild: Florian Holley

Die Mitglieder des Vöhringer Ortsvereins sprechen Volker Barth ihr Vertrauen aus. Der städtische Zuschuss für die Kirchensanierung in Illerberg steht erneut in der Kritik.

Das Vertrauen in den Vorsitzenden der Vöhringer SPD ist ungebrochen: Bei der Jahresversammlung im Café Milos wurde Volker Barth einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Dass die SPD in Vöhringen bei den zurückliegenden Bundestagswahlen im Landkreis bei den Erst- und Zweitstimmen den zweiten Platz eingefahren habe, tröste ihn über „das ernüchternde Ergebnis“ auf Bundesebene hinweg. Es zeige deutlich auf, dass lokal und regional doch etwas zu bewegen sei. Als zweiter Mann im Ortsverein wurde wie zuvor Wilfried Maier gewählt.

Die Bundestagswahl streifte Barth kurz. Die Schulz-Äußerung, keinesfalls für eine Große Koalition zur Verfügung zu stehen, habe der SPD geschadet. Trotzdem begrüßte der alte und neue Vorsitzende, dass in der neuen Regierung zahlreiche wichtige Ministerämter von seiner Partei besetzt seien. Barth gab sich zuversichtlich, dass sich die SPD aus ihrem Tief wieder in höhere Regionen hinaufarbeiten könne. Den Vöhringer Genossen bescheinigte er aktive Mitarbeit, was sich bei Wahlkämpfen immer wieder zeige.

Da Barth auch Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat ist, übernahm Ludwig Daikeler den Bericht aus dem Gremium. Ganz entschieden nahm er Stellung zu den Vorwürfen, die SPD habe etwas gegen die Kirche, weil sie den hohen Zuschuss für die Renovierung der Illerberger St. Martinskirche kritisiert hatte (wir berichteten). „Wir sind weder kirchenfeindlich noch haben wir etwas gegen die Renovierung des kulturhistorisch wertvollen Baus.“

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Dass dieses Thema in einer Ausschusssitzung abgehandelt und entschieden worden sei, bezeichnete Daikeler als nicht akzeptabel. Der Zuschuss falle vier Mal so hoch aus, wie es bei ähnlichen Projekten der Fall gewesen sei. „Diese Entscheidung hätte im Stadtrat gefällt werden müssen“, sagte Daikeler. Die hohe Zuwendung in Höhe von 197000 Euro sei ungerecht. Man habe sich bei jedem anderen Verein, etwa beim Sportclub Vöhringen, auch an die übliche Zuschusshöhe gehalten. Diese beläuft sich nach den Förderrichtlinien der Stadt auf zehn Prozent der zuschussfähigen Kosten, maximal aber 50000 Euro.

Daikeler thematisierte auch den Nuxit. Er nehme an, dass der Antrag aus dem Neu-Ulmer Stadtrat „durchgehen“ werde. Er stehe nach wie vor hinter dem an den Neu-Ulmer Rat gerichteten Appell, diese Entscheidung zu überdenken. Für ihn sei es kaum denkbar, dass Neu-Ulmer Mandatsträger dann noch im Kreistag vertreten sein sollten. „Ob da noch Unbefangenheit garantiert ist?“, fragte Daikeler.

Was in Vöhringen auf der Agenda stehe, sei der zweite Bauabschnitt der Bahnhofstraße beziehungsweise die Gestaltung des Bahnhofsgeländes sowie die Alte Poliere. Überhaupt sei die Finanzlage der Stadt so, dass Sparsamkeit angesagt sei. Das wirke sich auch auf den Straßenbau aus. Als erfreulich bezeichnete Daikeler die Entwicklung im Bereich bezahlbares Wohnen. Jetzt starte ein Objekt in Illerberg, eines in Illerzell soll folgen.

Dass die Finanzen des Ortsvereins stimmen, bestätigte Renate Koßbiehl dem Kassenwart Rudi Janzik. Das Ergebnis der Wahlen: SPD-Ortsvereinsvorsitzender ist Volker Barth, Stellvertreter Wilfried Maier, Schriftführerin Ingrid Siegl, Kassenwart Rudi Janzik und Revisoren sind Renate Koßbiehl sowie Jutta Ricker. Die Beisitzer: Roland Bader, Brigitte Endriß, Ludwig Daikeler, Michael Herrdum, Denice Himmel, Doris Hippin, Herbert Hippin, Edmund Klingler, Christoph Koßbiehl, Sandro Liener, Rudi Schneider, Anne Schorer und Werner Zanker.

Außerdem standen Ehrungen an: 25 Jahre dabei sind Edmund Klingler und Volker Barth, 50 Jahre Christa Steidle und Amanda Wahl und Herbert Miller bringt es sogar auf 60 Jahre Parteitreue.

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