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Illertissen

15.11.2014

Sachbeschädigung und rechtsradikale Parolen am Rande des Regionalliga-Derbys

Eine Gruppe von Memminger "Ultras" im Hof des Fachmarktzentrums an der Dietenheimer Straße wird von starken Polizeikräften begleitet.
Bild: Wilhelm Schmid

Am Freitag und Samstag haben radikale Fußballfans in Illertissen für Unruhe gesorgt. Eine Eskalation der Gewalt konnte verhindert werden.

Nicht von ihrer freundlichsten Seite zeigte sich eine Gruppe von "Fans" des FC Memmingen am Rande des Regionalligaderbys beim FV Illertissen: Schon in der Nacht zum Samstag kam es im Umfeld des Vöhlinstadions zu etwa 15 Schmierereien, bei denen sowohl Schmähungen gegen den FVI als auch Symbole einer Memminger "Ultra-Gruppierung" an die Wand des Stadion-Betriebsgebäudes und auf das Pflaster im Eingangsbereich geschmiert wurden.

Wie Illertissens Polizeichef Mathias Korn mitteilte, wird am Montag in Zusammenarbeit mit der Stadt Illertissen die Höhe des Sachschadens festgestellt. Die Polizei arbeitet daran, die Täter, die allem Anschein nach "Memminger Fans zuzuordnen sind", mit Unterstützung ihrer "szenekundigen Beamten" zu ermitteln.

Während und nach dem Spiel im Vöhlinstadion kam es am Samstagnachmittag laut Polizei zu zwei Straftaten nach Paragraf 86a Strafgesetzbuch, der das "Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" unter Strafe stellt. So wurde aus einer Memminger Ultra-Gruppe heraus der Hitlergruß gezeigt und rechtsradikale Parolen gebrüllt. Die beiden Täter konnten sofort ermittelt werden und haben nun ein Strafverfahren zu erwarten. Wie Polizeichef Korn betont, gibt es in solchen Fällen "kein Pardon, da reagieren wir allergisch".

Außerdem wurde ein Polizeibeamter beleidigt, woraufhin Anzeige erstattet wurde. Der Dienststellenleiter legt aber auch Wert auf die Feststellung, dass es zu keinerlei Gewaltdelikten kam. Es sei richtig gewesen, so Korn weiter, dass die Polizei starke Präsenz gezeigt habe. Das galt auch für die Zeit nach dem Fußballspiel, als die Memminger Ultra-Gruppe den ersten Zug zurück nach Memmingen versäumte und daraufhin zum Fachmarktzentrum an der Dietenheimer Straße zog, um sich mit alkoholischen Getränken zu versorgen. Auch dort wurde die Gruppe von starken Kräften der Bereitschaftspolizei und der Illertisser Landespolizei begleitet. Hier konnte durch deutliche Ansprache der Polizei in Richtung der "Ultras" eine Eskalation verhindert werden, sodass sich die Gruppe dann eine Stunde später als ursprünglich erwartet in den nächsten Zug nach Memmingen begab, ohne dass es zu weiteren Straftaten kam. wis

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