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Ausstellung

14.01.2015

Samtpfoten als Kunstobjekte

Unser Bild zeigt die Künstler (von links): Lois Rinner, Susanne Karl, Sigurd Rakel, Inka Sperl, Tanja Braun, Petra Wende und Dr. Heinrich Lindenmayer sowie vorne Galerist Joachim Herzer.
Bild: Bader

Zaiertshofer Galerie widmet sich dem Thema Katzen

Elegant, unabhängig und ästhetisch, aber auch geschmeidig, anschmiegsam und ein wenig erotisch: In der Galerie KunstUnkunst dreht sich derzeit alles um die Katze. Beim Betreten der drei Räumlichkeiten meint man fast schon, von irgendwoher ein leises Schnurren zu hören. Mit der Ausstellung „Katzen“ präsentieren zehn Künstler aus der näheren und weiteren Umgebung eine variationsreiche Vielfalt an Bildern, Fotos, Skulpturen und witzigen Details.

„Es ist unglaublich, wie viel Katze in unserem Leben steckt“, sagte Heinrich Lindenmayr, Leiter der Fachakademie für Sozialpädagogik in Krumbach, bei der Vernissage staunend. In seiner Eröffnungsrede verdeutlichte er mithilfe von Wortverbindungen, Vergleichen und Sprichwörtern, wie stark dieses Haustier in unserer Kultur und Sprache vertreten ist. „Auch in der bildenden Kunst sind Katzenthemen allgegenwärtig.“ Allein die Fähigkeit der Tiere, sich durch Räkeln und Dehnen zu entspannen, sei bewundernswert. Nachdem im vergangenen Herbst in Leipzig die Ausstellung „Die Katze in der Kunst“ präsentiert wurde, zeige Joachim Herzer, dass auch seine kleine Galerie die Möglichkeit biete, dieses Thema in den unterschiedlichsten Facetten zu beleuchten sowie Schlaglichter zu setzen.

Auch der Krumbacher Galerist Sigurd Rakel, der seinen Kater Othello effektvoll auf einem Bild festgehalten hat, zollte Joachim Herzers Idee große Anerkennung. Er lobte auch den Mut, diese Ausstellung in einem Dorf zu präsentieren, in dem die Katze viel mehr als Nutztier denn als ein rätselhaftes und faszinierendes Geschöpf gesehen werde. Mit Fotografien, aber auch Katzenzungen und Tatzen aus Schokolade sowie leeren Dosen für Katzenfutter setzt der Zaiertshofer Galerist zwischen die Kunstwerke scherzhafte Details.

Mit welcher Kreativität die Künstler Katzen in ihrer jeweiligen Besonderheit in den unterschiedlichsten Farben und Techniken darstellen, können Besucher bei einem Rundgang entdecken: in einem Blumenbeet sitzend, stolz auf einem Pfahl thronend, um einen Schuppen streunend, auf der Couch kuschelnd oder als Mittelpunkt einer Klaviatur. Schmeichelnd zwischen den Beinen oder um den nackten Rücken einer Frau versprühen die Samtpfoten einen Hauch Erotik. Während leuchtende Katzenaugen auf dunklem Hintergrund geheimnisvoll wirken, vermitteln Raubtiere mit gefletschten Zähnen einen Eindruck von Ungezähmtheit.

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