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Kirche

10.04.2015

Schäden am Dach sind behoben

Die St. Martinskirche in Illerberg ist ein Wahrzeichen für den Ort hoch droben auf dem Berg. Das Gotteshaus litt an Schäden des Dachstuhls und wurde auch neu eingedeckt.
Bild: Ursula Katharina Balken

Sanierung des Illerberger Gotteshauses macht Fortschritte

Schon von außen ist zu erkennen, dass es Fortschritte bei der Dachsanierung an der Illerberger St. Martinskirche gibt. Der Kirchturm ist halb „entrüstet“ und Kirchenpfleger Martin Lieble, der sich ehrenamtlich ungemein für die Kirche engagiert, ist zufrieden.

Auf Anfrage lässt er wissen, dass die Sanierungsarbeiten am Dach abgeschlossen sind. Was dem Langhaus bis jetzt zu schaffen machte, waren Fäulnisschäden am Dachstuhl. Wie sich bei einer weiteren Untersuchung ergab, war auch der Dachstuhl oberhalb des Chorraumes in Mitleidenschaft gezogen. Der Zahn der Zeit hatte auch vor diesem Bereich nicht halt gemacht. Dort wurden Balken eingezogen, was ein überaus großes handwerkliches Geschick erforderte. Jetzt sollte dieser Teil der Kirche abgesichert sein.

Die Dacheindeckung des Chors, die derzeit im Gange ist, gleicht einer akribischen Arbeit. Aufgrund der Dachgeometrie müssen sämtliche Biber (Ziegel) in rund eingedeckt werden. Das heißt, jeder einzelne Biber muss in die Hand genommen und auf das Maß zurechtgeschnitten werden, was nötig ist, um dem Halbrund des Chores gerecht zu werden. „Die Arbeiten schreiten gut voran“, sagt Kirchenpfleger Lieble, „und werden voraussichtlich im April noch abgeschlossen werden.“

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Es wurde eine ganze Menge am Dachstuhl und rund um den Kirchturm getan, was sich nach außen hin gar nicht so sehr darstellte.

Matthias Kehl vom Fachbüro Mittnacht in Würzburg hatte festgestellt, dass es Schäden an der Traufe gab, was hieß, die Widerlager waren morsch, das Holz faul geworden. Es gab früher einmal schon eine Kirche am gleichen Platz. Die wurde aber abgetragen, nur der Turm blieb stehen. So könnte man jetzt sagen, die neue Kirche wurde um den Turm herum gebaut, sagt Kehl. Der Chor der Kirche war deshalb gefährdet, weil die Traufe durch den Druck der Balken nach außen verschoben wurde. So entstanden Risse an den Kirchenfenstern.

Dann wird sich dem Boden zugewandt. Dort werden Bohrarbeiten vorgenommen und man wird sich um die Fundamente kümmern – zum Beispiel um den Austausch aufgefrorener Steine. Die Gründung der Kirche ist ein Kapitel für sich. Sie senkt sich leicht ab. Aber auch dort kann geholfen werden. Von Fachleuten wurde festgestellt, dass die ehemalige wie neue Kirche auf einem alten Friedhof steht. Deshalb ist der Untergrund nicht so verfestigt, wie es notwendig wäre.

So nehmen die Sorgen von Kirchenpfleger Lieble kein Ende. Doch er ist zuversichtlich, dass alles seinen Gang geht. Und dann – wenn alles zur Sicherheit der Kirche getan ist – kann man daran gehen und den Innenraum zu neuem Glanz verhelfen.

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