Verstärkt ausgebreitet
Bereits seit Mitte der 90er Jahre ist ein verstärktes Auftreten des Eichenprozessionsspinners auch in der Bundesrepublik zu beobachten. Er liebt das derzeitige sehr warme und trockene Klima. Der ökologische Schaden durch Blattfraß ist bei einmaligem Kahlfraß zwar gering.
Eine besonders gesundheitliche Gefährdung geht jedoch von den Haaren der älteren Raupen aus. Diese sind zwar nur circa zwei bis drei Millimeter lang, aber mit Widerhaken versehen und sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Die feinen Brennhaare können bei günstiger Witterung und Luftströmung über weite Strecken getragen werden.
Unangenehmer Juckreiz
Unmittelbar nach dem Hautkontakt entwickelt sich ein sehr unangenehmer Juckreiz, dem ein Ausschlag folgt. Es kann auch zu Augenreizungen und Reizungen der Atemwege kommen. Schließlich sind auch Benommenheit, Schwindel und Fieber möglich.
Etliche Gespinstnester wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Vöhringen zwischenzeitlich zwar bereits entfernt und vernichtet. Bisher wurde bei einer Überprüfung der Eichen auf städtischem Grund auch kein weiterer Befall entdeckt. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass auch private Eichen im Stadtbereich befallen sind.
Daher bittet das Umweltamt die Bürger, die Stadtverwaltung Vöhringen darüber zu informieren, falls der Schädling im privaten Garten aufgefallen sei, so heißt es in einer gestern von Bürgermeister Karl Janson herausgegebenen Presseerklärung.
Warnung der Öffentlichkeit
Außerdem wird vorsichtshalber gewarnt, auf jeden Fall jeglichen Kontakt mit den Larven des Schmetterlings zu vermeiden und zusätzlich geraten, bei starken Hautreaktionen einen Arzt aufzusuchen. (wk)
Ein ausführliches Infoblatt ist im städtischen Umweltamt zu erhalten.