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ADAC-Ausstellung

04.12.2013

„Schatten“ mahnen zur Vorsicht im Straßenverkehr

Die Schüler Sebastian Klapper, Daniel Stange, Daniel Mayer, Magdalena Stellini und Valentin Kaiser (von links) sind gerade dabei, ihren Führerschein zu machen. Die tödlichen Unfälle der sechs Jugendlichen machen sie betroffen.
Bild: Oefner

Unfallberichte von tödlich verunglückten Jugendlichen machen betroffen

„Schatten – Ich wollte doch leben!“ hat der ADAC seine Wanderausstellung benannt, und das drücken die schwarzen Umrisse der Pappfiguren auch aus. Inmitten zahlreicher interessierter Schüler eröffneten Schulleiter Josef Petz, stellvertretender Landrat Roland Bürzle, Illertissens Bürgermeisterin Marita Kaiser und Josef Kaspar, Vorstand des ADAC Südbayern, in der Illertisser Berufsschule die Ausstellung, die Jugendliche für den täglichen Straßenverkehr sensibilisieren möchte.

Bis 13. Dezember können die Jugendlichen individuelle Unfallberichte auf jeder der sechs Pappfiguren lesen. Die Schicksale sind alle wirklich passiert: „Ich habe mich nicht angeschnallt“ steht da, oder „Ich wurde übersehen“. Mit Einwilligung der Eltern durften sie mit Foto abgedruckt werden. Den Schülern soll damit keine Angst gemacht werden, wie der Schulleiter in seinem Grußwort betonte, denn „Auto fahren macht schließlich Spaß“. Vielmehr sollen die tödlich geendeten Erfahrungen anderer die jungen Fahranfänger aufrütteln und zum Nachdenken anregen.

Nach Angaben des ADAC ist das Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, bei 18- bis 24-Jährigen dreimal höher als bei anderen Altersgruppen. Roland Bürzle rät den anwesenden Schülern deswegen dazu, defensiv zu fahren. „Die Lebenszeit ist zu kostbar. Was bringt einem eine Minute, wenn man sich durch zu schnelles Fahren verletzt?“, fragte er. Auch Marita Kaiser und Josef Kaspar versuchen bei der Ausstellungseröffnung an die Verantwortung der Jugendlichen für sich selbst und andere im Straßenverkehr zu appellieren.

Den anwesenden Schülern gehen die Geschichten durchaus nahe. Viele lesen die Texte nachdenklich oder diskutieren über die möglichen Fehler und Unfallursachen. „Das kann man schon als richtige Schocktherapie bezeichnen“, sagt Schülerin Magdalena Stellini, „die Figuren sprechen einen wirklich an“. Ihr Mitschüler Daniel Stange fasst das Tragische daran zusammen: „Es waren so oft nur kleine Fehler – und schon ist es zu spät.“

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