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Illertissen

02.11.2016

Schaurig-schöne Expedition mit Vampiren und Hexen

Bereit zur Grusel-Tour für mutige Kinder (und deren Eltern) durch das nächtliche Vöhlinschloss.
Bild: Torsten Pahl

Der Heimatpflegeverein inszeniert für mutige Kinder im Vöhlinschloss eine ganz besondere Geisterstunde.

Spinnweben und deren lebendige Bewohner hängen kopftief von den Decken. Die Treppe unter den Füßen knarzt und selbst das eigene Flüstern hallt in den dunklen Gewölben wider: Kleine Hexen, Ritter und sogar Vampirschwestern erlebten im Illertisser Vöhlinschloss eine Gruselstunde mit historischen (Geister-)Geschichten.

Authentisch untermalt von „Schlossherr“ Alexander Mayer (61), ergänzt von Burgfräulein Therese Brock (56) und deren 51-jähriger Dienstmagd Josefina Hirschenberger (beide vom Verein für Heimatpflege) erlebten knapp ein Dutzend Kinder eine Schlossführung der besonderen Art. Dass dabei Wege und Türen geöffnet wurden, die sonst für Besucher fest verschlossen sind, machte es natürlich umso spannender.

Pünktlich zum Glockenschlag erfuhren die Kinder von echten Skeletten – direkt unter ihren Füßen. Ein passendes Mundart-Gedicht aus der Feder von Alexander Mayer im ehemaligen Bierkeller des Schlosses veranlasste dann so manchen edlen kleinen Ritter dazu, die Nähe von Mama oder Papa zu suchen: Der Legende nach gäben die namenlosen Geister keine Ruhe, bis sie jemanden fänden um ihre Identität preiszugeben – so der Tenor der Geschichte – erst dann könne der Tod sie endlich holen.

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Ganz still wurde es in der Kapelle, als die Geschichte von „Agnes von Kirchberg“ erzählt wurde. Die im 14. Jahrhundert schriftlich niedergelegte Geschichte handelt von einem Geist, welcher in ganz Illertissen sein Unwesen trieb und erst in der Kapelle sein Ende fand.

Doch neben vielen Grusel-Geschichten warteten Schlossherr, Burgfräulein und Dienstmagd auch mit Anekdoten und Erzählungen aus dem früheren Schlossalltag und dem Leben der Vöhlin auf. Speziell, dass es früher eine echte Zugbrücke und dicke Steinmauern zur Abwehr unerwünschter Gäste gab, faszinierten die jungen Besucher. Einen Höhepunkt der schaurig-schönen Nachtführung mit geschichtlichem Bezug stellte die Besichtigung originalgetreuer Ritterrüstungen dar, die damals rund 30 Kilogramm schwer und eine echte Herausforderung für deren Träger und dessen Knappen waren.

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