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23.06.2009

Schere zwischen Arm und Reich schließen

Oberroth Auf fünf Forderungen des Sozialverbandes VdK zur kommenden Bundestagswahl ging der Landesgeschäftsführer in Bayern, Albrecht Engel, beim gut besuchten Behinderten- und Seniorentag in Oberroth ein. So muss die Rente eine Altersarmut verhindern, die Gesundheit muss für alle bezahlbar bleiben, die Pflege muss menschenwürdig sein, eine Behinderung darf kein Nachteil sein und die Armut muss in allen Altersgruppen nachhaltig bekämpft werden.

Prominente Gäste am Rednerpult

Engel wurde zu Beginn von VdK-Kreisvorsitzendem Valentin Mayer begrüßt. Weitere prominente Gäste waren der stellvertretende Landrat Roland Bürzle, Oberroths Bürgermeister Erwin Reiter und Peter Schad, der Dirigent der "Oberschwäbischen Dorfmusikanten". Sie sprachen Grußworte.

In einer Ansprache ging Bürzle auf den Erfolg des bayerischen Landesverbandes des VdK ein: "Das soziale Gewissen ist heute in Oberroth." Der stellvertretende Landrat lobte Neuheiten im Bereich der sozialen Arbeit im Kreis Neu-Ulm, wie etwa die Bürgerstiftung. "Der Einsatz des Sozialverbandes VdK ist wichtig und unbezahlbar." Oberroths Bürgermeister Reiter hieß die Behinderten und Senioren in Oberroth willkommen. Der Vorsitzende des Krieger- und Soldatenvereins Oberroth, Hauptmann Martin Siegert, gab einen Einblick in die Vereinsgeschichte.

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Engel freute sich über einen starken Sozialverband: "Der VdK wächst und wächst", rief er den Versammelten zu. Er blickte zurück. So wurden im Vorjahr rund 65 000 Anträge und 25 000 Widersprüche bei Sozialversicherungsträgern und Sozialbehörden gestellt. Die Juristen des VdK hätten mehr als 10 000 VdK-Mitglieder bei Sozialgerichtsverfahren vertreten und so Nachzahlungen in Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro erstritten. Engel bezeichnete die Armut als ein ständig wachsendes Problem in Deutschland. Die Armutsquote läge bei Rentnern derzeit bei 18 Prozent. Engel forderte, dass weitere Belastungen der Rentner unterbleiben. Behinderte dürften keine Menschen zweiter Klasse sein, sie benötigten Chancengleichheit. Mit der Arbeit des Sozialverbands zeigte sich der Landesgeschäftsführer zufrieden: "Gut, dass es den VdK gibt", höre er in den vergangenen Monaten häufiger. "Die Bürger spüren, dass der VdK das letzte Bollwerk ist gegen den Sozialabbau in Deutschland." Engel sprach auch von der Wirtschaftskrise. Rentner, Arbeitnehmer, Menschen mit Behinderung, Kranke und Pflegebedürftige hätten sie nicht verursacht. Die Schere zwischen Arm und Reich dürfe nicht noch weiter auseinander gehen. Für seine Ansprache bekam er viel Beifall und Zustimmung.

Dann spielten die "Oberschwäbischen Dorfmusikanten" flott auf.

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Ein Video zur 125-Jahr-Feier in Oberroth mit Weihe und Umzug

illertisser-zeitung.de/videos

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