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Pfaffenhofen/Beuren

27.04.2015

Schiri gibt nach Drohgeste die Pfeife ab

Nach dem Vorfall pfiff der Schiedsrichter die Partie sofort ab.
Bild: Sibylle Seidl-Cesare

Warum der vor vier Wochen angegriffene Unparteiische aufhört.

Manche Erlebnisse sind wohl doch schwer zu verarbeiten: Schiedsrichter Dominik Gavranaj, der vor vier Wochen bei einem Fußballspiel in Senden tätlich angegriffen wurde, will die Pfeife niederlegen. Während eines Einsatzes in Beuren am Wochenende kam es zu einem Zwischenfall, aufgrund dessen sich der 19-jährige Referee aus Holzheim entschloss, seine Tätigkeit als Unparteiischer aufzugeben.

Das B-Junioren-Spiel der SGM Beuren/ Pfaffenhofen gegen die TSG Söflingen selbst verlief vollkommen friedlich. Als die Spieler der Heimmannschaft sich auf dem Platz uneins waren, wollte einer der Fans sie neu motivieren: „Hört auf, euch gegenseitig anzumeckern, spielt lieber Fußball“, rief er aus einiger Entfernung laut aufs Spielfeld. Mit diesem Einwurf war der Schiedsrichter offenbar nicht einverstanden. Er wies den Mannschaftsführer der Heimmannschaft an, den Fan vom Platz zu schicken. Um den Spielfluss nicht zu unterbrechen, übernahm statt seiner der Trainer diese Aufgabe. Er teilte dem Fan die Entscheidung des Schiedsrichters mit.

Dieser reagierte überrascht, ungehalten und unangemessen: Im Weggehen drehte er sich noch einmal zum Schiedsrichter um, zeigte den Mittelfinger und fuhr sich mit dem Zeigefinger am Hals entlang. Eine Geste zu viel für Schiedsrichter Gavranaj: Er pfiff die Partie, die noch etwa 20 Minuten hätte laufen müssen, sofort ab.

„Das war eine Bedrohung“, schilderte Gavranaj unmittelbar nach dem Vorfall gegenüber unserer Zeitung seine Sicht der Ereignisse. Seine persönliche Konsequenz: „Ich habe gerade mit meinem Obmann telefoniert, ich werde nicht mehr pfeifen.“ Dass der Fan direkt zu ihm gekommen war, um sich für seine Unbeherrschtheit zu entschuldigen, wollte er nicht gelten lassen: „Sich hinterher zu entschuldigen, ist immer leicht.“ „Wir sind um Klärung der Situation bemüht“, erklärt Fußballabteilungsleiter Daniel Schaffer vom Sportverein Beuren, bei dem sich der Vorfall ereignete. (uwt) 

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