1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Schmuckstücke mit Lack und Chrom in Babenhausen

Babenhausen

19.08.2019

Schmuckstücke mit Lack und Chrom in Babenhausen

Copy%20of%20Motorhaubenblick(1).tif
4 Bilder
Was sich wohl unter der Motorhaube befindet? Am Sonntag konnten Besucher allerlei motorisierte Raritäten in Babenhausen bewundern.
Bild: Fritz Settele

Etliche Besucher bewundern rund 400 historische Fahrzeuge beim 19. Babenhauser Oldtimertreffen.

Nicht nur ihres Alters wegen haben sich die Fahrzeuge beim 19. Babenhauser Oldtimertreffen unterschieden, sondern auch bezüglich der Größe und PS-Stärken. Da standen Goggo und Fiat 500 einträchtig neben amerikanischen „Schlitten“, beispielsweise einem Pontiac. Da konkurrierten bei den Zweirädern vier PS starke „Schwalben“ mit aufgemotzten Harley Davidsons. Rund 400 historische Fahrzeuge waren am Sonntag im Fuggermarkt ausgestellt – und lockten zur Mittagszeit Hunderte Besucher an.

Kein Wunder also, dass der Vorsitzende des Automobilclubs Babenhausen (ACB), Karl-Heinz Weckerle, mit der Sonne um die Wette strahlte. „Mit einem derartigen Andrang hatten wir in den kühnsten Träumen nicht gerechnet“, lautete mittags seine Halbzeitbilanz. „Nur gut, dass wir die Ausstellungsfläche auf dem Betriebsgelände Brandner um den Parkplatz des benachbarten Supermarkts erweitert haben.“ Das erwies sich als gelungener Schachzug, denn dadurch konnten die historischen Fahrzeuge übersichtlich aufgereiht werden.

Wie viele Zwei-, Drei- und Vierräder tatsächlich vor Ort waren, lässt sich im Nachhinein nicht mehr genau sagen, denn auf dem Gelände herrschte während des Tages ein Kommen und Gehen. „Auf alle Fälle hatten wir eine Rekordbeteiligung“, schätzte Weckerle rückblickend. Das galt wohl auch für die Besucherzahl. Wieder einmal hatte sich das Konzept, keinen Eintrittspreis von den Besuchern zu verlangen, bewährt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Benzreplikat.jpg
24 Bilder
Besucher bewundern Raritäten bei Oldtimertreffen
Bild: Fritz Settele

Etliche Interessierte bewunderten die Schmuckstücke aus Lack, Chrom und aus längst vergangenen Zeiten. Sie trafen auf überlange Chevrolets, eine Reihe von Käfern, alte Porsches und Isettas ebenso wie auf BMWs, VWs und ausländische Nobelkarossen. Auch dreirädrige Verkaufsfahrzeuge waren vertreten.

Auch heuer traf der Spruch einiger Oldtimerbesitzer zu: „Mein Fahrzeug ist viel älter als ich.“ Als ältestes Fahrzeug (mit entsprechender Zulassung) ausgezeichnet wurde ein Daimler-Benz, Baujahr 1939. Dessen Besitzer Bernd Kondrun aus Senden präsentierte stolz „das Modell 230 mit sechs Zylindern, das noch voll funktionsfähig ist“.

Blumen und Wackeldackel: Liebe zum Detail ist spürbar

Hans Bienert aus Lautrach hingegen fuhr einige Runden mit einem Original-Replikat (1886) eines Benz. „Das Original hatte damals Berta Benz persönlich gefahren“, berichtete er. Und weiter: „Von diesen Original-Replikaten, die in England gebaut wurden, gab es nur etwas mehr als 100 Exemplare, wovon die meisten in Automobilmuseen stehen.“ Dieses Modell fährt ihm zufolge „mit seinen 0,8 PS mit einer speziellen Mischung von Waschbenzin“. Viele Oldtimerbesitzer geizten nicht mit Infos zu ihren Raritäten und erlaubten sogar Blicke unter die Motorhauben.

Eine Runde mit seinem Originalreplikat eines Benz aus dem Jahr 1886 drehte Hans Bienert.
Bild: Fritz Settele

Das „Who is who“ der Motorradmarken war dieses Mal auf einem eigenen Terrain versammelt. Ob Harley, BMW oder Zündapp, ob Norton oder Goldwing: Den Freunden der motorisierten Zweiräder wurde (fast) alles geboten. Und da bekanntlich eine Schwalbe allein noch keinen Sommer macht, waren zwei „Schwalben“ mit einer Stärke von je knapp vier PS ausgestellt. „Die Fahrzeuge passen zur heutigen Hitze“, so der Kommentar einiger Besucher angesichts der Motorräder mit und ohne Anhänger aus dem ehemaligen Afrika-Korps.

Die Liebe zum Detail war bei vielen Fahrzeugen nicht zu übersehen. So gab es Wackeldackel auf der Heckablage zu entdecken, Plastikblumen im Käfer und Außenkoffer am „Hinterteil“ von Cabrios – und sogar einen Totenkopf am Schaltknüppel. Gerade letzterer hätte gewiss auch manchem Autofan gefallen, der am Sonntag das Tuning-Treffen besuchte. Dieses fand zeitgleich wenige Kilometer von Babenhausen entfernt, in Krumbach, statt.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren