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17.07.2010

Schnelles Internet wird aufwendiger und teurer

Schnelles Internet: Der Ausbau wird für den Markt Buch wohl teurer. Foto: arc
Bild: arc

Buch Ganz so einfach und kostengünstig wie zunächst gedacht geht es wohl nicht: Die flächendeckende Versorgung mit Internet im Markt Buch wird jetzt aufwendiger und voraussichtlich auch teurer. Das bisherige Ausbauangebot eines oberbayerischen DSL-Unternehmen ist hinfällig, da sich technische Schwierigkeiten nicht überwinden ließen.

Mittlerweile hat die Deutsche Telekom ein Nachtragsangebot abgegeben, wie Bürgermeister Roland Biesenberger am Donnerstagabend im Marktrat informierte. Der Haken: Wollte der Markt sämtliche sieben Ortsteile ans schnelle Internet anbinden, entstünden happige Mehrkosten. Wie bekannt, fördert der Freistaat mit der Breitbandinitiative den Ausbau des schnellen Internets mit Verbindungsraten von mindestens ein Megabite pro Sekunde. Für Buch ist ein Betrag von 100 000 Euro zugesagt.

Weil die Telekom aber die Ortsteile nur über sogenannte Outdoor-DSLAM mit Glasfaser zum Anschluss ans Kupferkabel erschließen kann, entstünde laut Biesenberger eine Deckungslücke von 450 000 Euro bei Gesamtkosten von knapp 550 000 Euro.

Alle anderen Möglichkeiten, wie zum Beispiel Internet über Richtfunk scheiden mangels Sichtverbindung von vornherein aus: "Eine zukunftsfähige Lösung gibt es nur mit Glasfaser", so Biesenberger.

Schnelles Internet wird aufwendiger und teurer

Damit der Ausbau überhaupt in Gang gebracht werden könne, sei ein Grundsatzbeschluss nötig. Günstiger für Buch wird die Breitbandversorgung nur dann, wenn der Markt, wie beabsichtigt, selbst Leerrohre auf ganz einfach Weise selbst verlegt, beispielsweise entlang von Feldwegen. Ob für einen schnellen Internetanschluss genug Interessenten da seien, fragte CSU-Fraktionschef Gerhard Unglert. Nachfrage sei da, sagte der Bürgermeister.

Angeschlossen werden sollen die Ortsteile Gannertshofen, Eberbach, Nordholz und Ritzisried - bei Christertshofen sieht's derzeit noch schwierig aus. Mit der Leerrohrverlegung durch den Markt - circa 166 000 - für den es ebenfalls Zuschüsse gibt, werden die Kosten auf etwa 300 000 Euro geschätzt, die Versorgung von Christertshofen würde weitere 80 000 bis 100 000 Euro verschlingen.

Laut Telekom sollten demnach die Ortsteile ebenso schnelle Verbindungen haben wie Buch derzeit - also mindestens sechs Megabit pro Sekunde. Bis zur letzten Sitzung vor der Sommerpause muss der Markt die Anträge für den DSL-Ausbau bei der Regierung einreichen. Die Markträte stimmten dem Grundsatzbeschluss zu.

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