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02.10.2009

Schüler lernen sicheren Umgang mit dem Internet

Illertissen (AZ) - Mit vielen Informationen fesselte der Medienexperte Jörg Kabierske von "Klicksalat" seine Zuhörer und gab Antworten auf die Frage: "Wer schützt unsere Kinder vor den Gefahren aus dem Internet?"

Gerade die jüngeren Schüler fielen aus allen Wolken, als ihnen Kabierske versicherte, dass es keine Internetpolizei gebe, die sie beim Surfen schütze. Danach erfuhren die Schüler, wie sie sich selbst einen Schutzschild aufbauen können, um mit zwielichtigen Angeboten im Internet umzugehen.

Nur mit einem Spitznamen ins weltweite Netz gehen

So sollte man nur unter einem Spitznamen, dem Nickname, im Internet unterwegs sein, nicht unter dem richtigen Namen. Außerdem müssten Heranwachsende ein Gespür dafür entwickeln, welche Informationen sie von sich in die Öffentlichkeit des Internets stellen dürfen, um nicht später in unangenehme Situationen zu kommen. Sicherheitstrainer Kabierske mahnte an, dass nicht alle Betreiber von virtuellen Treffpunkten, den Chatrooms, ermöglichten, den Zugang von unerwünschten Besuchern generell zu verhindern.

Schüler lernen sicheren Umgang mit dem Internet

Die älteren Jahrgänge staunten, wie sie sich bisher über Urheberrechte hinweggesetzt haben - und zum Glück noch keine kostspielige Klage im Briefkasten der Eltern vorgefunden haben. Jugendliche sprechen in der Regel wenig mit Eltern über Probleme im Netz. Zum einen aus Schamgefühl, zum anderen befürchten sie Strafen, sagte Jörg Kabierske.

Von einem generellen Internetverbot hält der Medienexperte nichts, dennoch brächten Kinder und Jugendliche "dringend Hilfestellung" von medienkompetenten Eltern. Mit Schutzfiltern und einem altersgemäßen Zeitbudget - ein Zehnjähriger sollte nicht mehr als 60 Minuten täglich vor Bildschirmen verbringen - könnten Eltern ihre Kinder etwa vor Computerspielsucht bewahren.

Als sinnvolle Alternativen nannte Kabierske Hobbys in der realen Welt und gemeinsame Treffen mit Freunden, die jedoch nicht wieder vor dem Computer enden sollten.

Der Sicherheitstrainer nahm ebenfalls die Lehrer in die Pflicht. Sie müssten aufmerksam ihre Schüler beobachten, denn Schulversagen sei oft ein erster Hinweis auf eine mögliche Computersucht, die sich meist schleichend im Leben eines Jugendlichen breit mache und im schlimmsten Fall in einer Entzugsklinik therapiert werden müsse.

Info Näheres zum Thema Sicherheit im Internet und Computerspielsucht gibt es im Internet unter www.klicksalat.de, www.klicksafe.de und www.watchyourweb.de

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