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Buch

31.05.2020

Schulleiter berichtet über den Schulalltag in Corona-Zeiten

Seit einigen Wochen muss der Schulbetrieb an der Grund- und Mittelschule Buch wegen Sicherheitsvorkehrungen und Hygienemaßnahmen eingeschränkt werden. Schulleiter Henry Lang hat in der Gemeinschaftsversammlung der VG Buch über den Schulalltag berichtet.
Bild: Claudia Bader

Plus Trotz Sicherheitsvorkehrungen und Hygienemaßnahmen zieht der Rektor der Grund- und Mittelschule Buch ein positives Fazit. So lief der Unterricht zuletzt ab.

Mit Blick auf die von der Corona-Pandemie ausgelöste mehrwöchige Schulschließung kann der Rektor der Grundschule und Mittelschule Buch, Henry Lang, unter den gegebenen Umständen ein positives Fazit ziehen: „Unser Kollegium hat die Situation sehr gut gemeistert.“ Bei der Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Buch gab er einen kleinen Einblick in den Schulbetrieb, der seit Wochen von Sicherheitsvorkehrungen und Hygienemaßnahmen bestimmt ist und eingeschränkt werden muss.

Da nicht alle Schüler über ein eigenes Handy, einen PC, einen Laptop oder einen Drucker verfügten, müssten die Lehrkräfte die unterschiedlichsten Zielgruppen betreuen und dabei individuelle Techniken entwickeln, informierte Lang. „Letztendlich haben wir für alle Schüler eine gute Lösung gefunden“, sagte er. Dabei galt es, ein erfolgreiches System für Videokonferenzen einzusetzen. „Die bereits früher genützte Lernplattform Mebis konnte nicht zielführend genutzt werden“, berichtete der Rektor. Als ganz wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Homeschooling sieht er den sozialen Kontakt der Lehrkräfte zu ihren Schülern. Dieser verlaufe derzeit über die unterschiedlichsten Möglichkeiten, angefangen bei Elternbriefen und Telefonaten über Gespräche am Zaun bis hin zu Videokonferenzen.

Neue Technik in der Schule in Buch wird durch Fördergelder finanziert

Lang zufolge ist die Netzwerkverkabelung im Schulhaus inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Jetzt seien jedes Klassenzimmer und jeder Fachraum mit WLAN ausgestattet. Die Erstellung des gesamten Netzwerks sei in zwei Schritten erfolgt. Da der Bereich der Mittelschule rechtzeitig fertiggestellt wurde, konnten die Ergebnisse der Kommunalwahlen am 15. März im Schulhaus ausgezählt und online übermittelt werden. Nachdem dies gut geklappt habe, wurde nach den Osterferien der Bereich der Grundschule fertiggestellt, berichtete der Rektor. Selbstverständlich sei das WLAN im Schulhaus nicht offen, sondern wie zum Beispiel in Hotels gesichert.

Finanziert wurde die Erstellung der Netzwerkstruktur zu Kosten von rund 40.000 Euro über den sogenannten Digitalpakt, mit dem Bund und Länder eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik ermöglichen. „Die Errichtung der Netzwerkstruktur war Voraussetzung, um Gelder für Endgeräte wie PCs und Tablets ausgeben zu können“, sagte Lang.

Eines bereitet dem Schulleiter derzeit Sorgen

Die für die Kommunalwahlen im März genutzten 15 Laptops habe die Schule aus dem Förderprogramm „digitales Klassenzimmer“ des Freistaats Bayern finanziert. Dieser Förderbetrag beläuft sich dem Schulleiter zufolge auf ungefähr 30.000 Euro. Davon wurde inzwischen für alle Klassenzimmer jeweils die Einheit Beamer/Laptop/Dokumentenkamera angeschafft.

Eine zentrale Erkenntnis des Bucher Rektors aus den vergangenen Wochen: „Homeschooling ist nicht so intensiv und wirkungsvoll wie Präsenzunterricht, selbst bei begrenzter Unterrichtszeit.“ Zuletzt wurden die Kinder im tageweisen Wechsel unterrichtet. Nach Erstellung eines Hygienekonzepts für das Tragen von Schutzmasken und Einhaltung der Sicherheitsabstände mussten neue Stundenpläne erstellt sowie Busfahrpläne geändert werden. „Um den Schülerverkehr zu entzerren, nutzen wir die unterschiedlichen Zugänge zum Schulhaus“, sagte Lang. Und er fügt hinzu: „Wir freuen uns, nach den Pfingstferien wieder alle Kinder begrüßen zu können.“

Obwohl die Schule räumlich sehr gut ausgestattet sei, bereite ihm die räumliche Situation jedoch Sorgen. „Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsabstände bieten die kleinen Klassenzimmer nur Platz für neun Schüler.“

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