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Sitzung

06.02.2013

Schulstraße wird nicht gesperrt

Dieser Abschnitt der Schulstraße in Kettershausen bleibt auch weiterhin für Autos zugänglich.
Bild: Zita Schmid

Gemeinderäte diskutieren Verkehrssituation. Anwohner wollen den Weg weiterhin befahren

Kettershausen Bei der Gemeinderatssitzung diskutierten die Räte die Möglichkeit, einen Teilabschnitt der Kettershauser Schulstraße für den Autoverkehr zu sperren. Der rund 200 Meter lange Kiesweg, von dem aus in die Straße „An der Steige“ abgebogen werden kann, werde hauptsächlich von Anliegern, Fußgängern und von Schülern der nahe gelegenen Grundschule benutzt.

„Die Sicherheit geht vor“, argumentierte der stellvertretende Bürgermeister Clemens Winter und sprach sich für eine Sperrung aus. Wie auch Anton Bader meinte, sollte der Kiesweg nur noch für Radfahrer und Fußgänger offen stehen. Andreas Stiegeler machte den Vorschlag, den seines Erachtens für Autos zu schmalen und zudem schlecht einsehbaren Weg in einer Sackgasse enden zu lassen. Somit blieben den Anliegern die Zufahrten erhalten und der Autoverkehr sei beruhigt. Bei Marianne Rugel fand diese Option Zustimmung. Die Kinder sollten „einen Weg für sich“ haben, meinte sie auch angesichts des entstehenden Wohngebiets „Kirchenäcker“.

Auf dem Weg kann schlecht gewendet werden

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„Eine Straße ist zum Fahren da“, argumentierte Artur Seidl. Die Straße sollte von beiden Seiten für Autos zugänglich bleiben. Da auf dem Weg schlecht gewendet werden könne, sah Peter Kleimaier eine Sackgasse als „unzumutbar“ an.

„Ich bin gänzlich gegen eine Sperrung“, erklärte Bürgermeisterin Gabriele Janowsky. Nach ihrer Auskunft habe es hier noch nie Beschwerden gegeben. Janowsky berichtete von einer Besichtigung der Gegebenheit vor Ort mit der Polizei. Diese hätte „keinerlei Notwendigkeit“ festgestellt, den Weg zu sperren. Die Polizei hätte nur eine Empfehlung ausgesprochen, für abbiegende Autos ein „Vorfahrt achten“-Schild anzubringen. Die Bürgermeisterin verlas zudem Schreiben von Anliegern und Bürgern, die sich gegen die Sperrung aussprachen. Diese führten aus, dass auf dem seit Generationen bestehenden Weg ihres Erachtens keine Gefahr bestehe, es keine ersichtlichen Gründe für eine Sperrung gäbe und eine Sperrung – vor allem für die Anlieger – Nachteile mit sich bringen würde. Mit fünf Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat schließlich mehrheitlich, auf eine Sperrung zu verzichten. Wie Janowsky auf Nachfrage der IZ berichtete, war die Idee, den Teilabschnitt der Schulstraße zu sperren, im Gemeinderat selber entstanden. Aufgekommen sei dies im letzten Jahr, als der Gemeinderat den Antrag eines Anliegers auf Instandsetzung des Weges behandelt hatte. (zisc)

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