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Au

02.10.2019

Sechs Chöre zeigen in Au wie Europa klingt

Gastgeber des Gruppensingens des Kleinen Illergaus war diesmal die Chorgemeinschaft Au. Deren Ensemble Vocalis eröffnete den Konzertnachmittag in der Josef-Weikmann-Halle.
Bild: Alfred Grimm

Von Schweden bis Italien geht es quer durch den Kontinent: Beim 99. Gruppensingen des Kleinen Illergaus tragen die Chöre Lieder aus verschiedenen Ländern vor.

Mit dem Lied „Rigas torna“ – gesungen in lettischer Sprache – eröffnete die Gruppe Vocalis aus Au das 99. Gruppensingen des Kleinen Illergaus in der Josef-Weikmann-Halle. Christoph Häußler, der Vorsitzende der gastgebenden Chorgemeinschaft Au, erinnerte mit dem Eingangslied an die Reise des Vereins zu dessen 100-jährigen Bestehen. Damals ging es in das Baltikum. Dieser Reise in den Norden sollte an diesem Nachmittag eine musikalische Reise durch viele Länder Europas folgen. Die Vorsitzenden der örtlichen Dachverbände der Sänger, Gerhard Leopold und Karl Michaelis, gratulierten.

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Vöhringer Sänger nehmen Zuhörer mit nach Frankreich

Margitta Häußler, die sachkundig und humorvoll durch das Programm führte, begrüßte die Chöre und Gäste in verschiedenen Sprachen. Zunächst ging sie auf das Eingangslied ein. „Rigas torna“, das ist der Dom von Riga. Das Lied kennt in Lettland jeder und es wird besonders bei großen Sängerfesten von oft mehreren Tausend Mitgliedern gesungen.

Zu Beginn des Konzertes entführte die Singgruppe Wir-r-sing die Besucher nach Frankreich. Sie besangen in „La maladie d’amour“ eindrucksvoll die Krankheit der Liebe, den Liebeskummer. Dem schloss sich die Ode „En chantant“ über den Zauber des Singens an. Nun ging die Reise mit Concordia Ay nach Russland. Vor allem das bekannte „Kalinka“ und das schwungvolle „Steppenfeuer“ begeisterten das Publikum. Je ein Lied von Mark Forster und Reinhard Fendrich („Wenns’d a Herz hast wia a Bergwerk“) sowie ein Volkslied aus dem Jahr 1603 bot das Stimmwerk Illerberg dar. Dieser Chor fiel dadurch auf, dass er viele junge Mitglieder hat. Weiter ging es nach Schweden. Der Liederkranz Vöhringen erinnerte mit zwei Gesangsstücken, unter anderem Gabriellas Lied, an den berührenden Film über das soziale Element des Chorsingens „Wie im Himmel“.

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Schwermütig wird es mit Stücken vom Balkan

Der Männergesangverein Illerberg führte die Zuhörer aus dem kühlen Norden in den Süden – nach Italien. Die Männer stimmten zuerst „O sole mia“ an, erzählten dann die traurig-komische Geschichte vom Hahn Giacomento und seinen Hühner und beendeten ihren Auftritt mit dem Chianti-Lied. Dieser Abschluss begeisterte und bewegte das Publikum ganz besonders. Den Schluss des Programmes übernahm Vocalis der Chorgemeinschaft Au. Die Reise führte nun nach Slowenien, Dalmatien und Kroatien. Die Lieder dieser Länder sind oft schwermütig und melancholisch, können aber auch schwung- und humorvoll sein. In einem Lied wird zum Beispiel besungen, dass die kleine Marietta das Meer liebte, als Erwachsene dann die Seeleute.

Am Ende der musikalischen Reise bedankten sich die Moderatorin und der Vorsitzende bei allen teilnehmenden Chören für ihr Engagement, ihre treffende Auswahl und die gelungenen Darbietungen. Die gemeinsam von allen Teilnehmern und Gästen gesungene Europahymne, bildete den eindrucksvollen Abschluss des Konzertnachmittags.

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So klingt Europa: Sechs Chöre singen gemeinsam
Bild: Alfred Grimm
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