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20.02.2018

Sedelhöfe: Ringen um ein Hotel

Drei-Sterne-Haus soll entstehen

Für 40 Millionen Euro will der Sedelhöfe-Investor direkt gegenüber des Ulmer Hauptbahnhofs ein Hotel errichten. Wie eine Sprecherin von DC Developments auf Anfrage sagte, seien in Kooperation mit der Ulmer Stadtverwaltung sechs Architekturbüros zur Abgabe von Entwürfen aufgefordert worden.

Eine Jury, in der unter anderem der Ulmer Baubürgermeister Tim von Winning, Stadtplaner Volker Jescheck sowie DC-Commercial-Chef Lothar Schubert sitzen, habe nun zwei Entwürfe ausgewählt. Diese seien allerdings noch geheim.

Die nicht-genannten Architekten hätten jetzt bis Anfang März Zeit, ihre Pläne zu überarbeiten, dann soll ein Sieger gekürt werden. Details zu den Entwürfen gibt es nicht, alle Teilnehmer seien zur Vertraulichkeit verpflichtet. Ein Blick in die veröffentlichte Aufgabenstellung der „Planungskonkurrenz“, wie der Wettbewerb offiziell heißt, zeigt, auf was es der Jury ankommt. Die Lage des geplanten Baus ist einzigartig: Der Bahnhofsplatz 7 mit einer verfügbaren Grundfläche von 1200 Quadratmetern befindet sich an prominenter Stelle im Ulmer Stadtgrundriss. Ausgehend vom Münsterplatz führen Hirsch- und Bahnhofstraße in einer Linie auf den Hauptbahnhof zu und bilden quasi das Scharnier zwischen Bahnhofplatz, Bahnhofstraße und Albert-Einstein-Platz. Teil der Aufgabe für die Architekten ist es auch, den Aufgang aus der Passage seiner öffentlichen Bedeutung entsprechend attraktiver zu gestalten. Jahrelang war diese unterirdische Verbindung von Bahnhof in Richtung Fußgängerzone Ulms bekannteste Schmuddelecke.

Ähnlich wie das noch bestehende Gebäude wird sich auch der maximal sechsstöckige Neubau künftig in die Blickachse von der Bahnhofstraße in Richtung Hauptbahnhof schieben. Diese städtebauliche Entscheidung aus der Zeit des Wiederaufbaus nach 1945 ist unter den gegebenen Umständen nicht veränderbar. Dennoch legen die Planer in der Ausschreibung Wert darauf, dass diese nicht wiederherstellbare Blickachse – in welcher Form auch immer – an der Architektur zu erkennen ist. Im Bereich des Erdgeschosses, des ersten, zweiten und anteilig dritten Obergeschosses sollen Geschäfte einziehen, in den darüberliegenden Geschossen ein Hotel. Geplant ist derzeit ein „modern-stylisches“ Dreisternehotel mit Gastronomie und etwa 120 Zimmern. Das Gastronomiekonzept beinhaltet neben einem Restaurant auch eine Rooftop-Bar und Terrassen in der obersten Etage. (heo)

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