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Illertissen

07.10.2019

Sie bringen 300 Besucher zum Singen und Swingen

Das Landesjugendjazzorchester unter der Leitung von Harald Rüschenbaum hat in der Kollegsaula in Illertissen für Begeisterung gesorgt.
Bild: Regina Langhans

Die Musiker des Landesjugendjazzorchesters haben das Illertisser Festival „Junge Künstler – Stars von morgen“ mit einem fulminanten Konzert eröffnet.

Zum Jazz gehört der Rhythmus, zur Jugend die Lebensfreude – beim Auftritt des bayerischen Landesjugendjazzorchesters in Illertissen traf beides zusammen. Die 20 Musiker der Big Band unter der Leitung des quirligen Dirigenten Harald Rüschenbaum haben das Festival „Junge Künstler – Stars von morgen“ eröffnet.

Über 300 Besucher kamen in die Festhalle des Kollegs und ließen sich von der Spielfreude anstecken. Der Freundeskreis für Kultur im Schloss veranstaltet nun schon zum sechsten Mal diese drei Wochenenden umfassende Konzertreihe mit Darbietungen aus der klassischen Musikszene.

Dirigent Rüschenbaum arbeitet mit großen Gesten

Kaum waren die ersten Takte von „Chicken“ des US-amerikanischen Jazz-Saxophonisten Pee Wee Ellis verklungen, sprang der Funke auf die Zuhörer über: Dirigent Harald Rüschenbaum wandte sich direkt ans Publikum, verwies auf die Spieler und ging sogleich in deren swingenden Rhythmen mit. Die Big Band nahm die Zuhörer sofort mit in ihre Klangwelt. Mal spielten sie sich gegenseitig zu, mal dem Publikum. Sie übergaben einander die Melodien und ließen jedes ihrer Instrumente solistisch brillieren.

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Rüschenbaum erwies sich als der multifunktionale Dirigent: Er gab Einsätze, forcierte beim Improvisieren, hüpfte, gestikulierte und versäumte dabei nicht, das Publikum miteinzubinden. Er führte vor, wie es geht, Musik zu machen und sich durch die Klänge inspirieren zu lassen. Bemerkenswert, wie detailliert er beim Dirigieren seine Arme, Hände oder sogar einzelne Finger einzusetzen wusste.

Gestenreich kündigte er das Stück „Take 5“ des US-amerikanischen Jazzpianisten und Komponisten Dave Brubeck an und die Musiker reagierten mit spannend aufgebauten Klangfolgen, bis endlich der berühmte und vielfach interpretierte orchestrale Big-Band-Sound zu hören war. Mit Titeln wie „Birdland“, „Butterfly“, „A Remark You Made“ oder „I Wish“ mangelte es nicht an Klassikern aus allen Bereichen des Jazz. Den jungen Musikern des bayerischen Landesjugendjazzorchesters gelang es, die Lieder trotz ihrer Bekanntheit und vielfacher Interpretation mitreißend zu spielen.

300 junge Musiker gehören dem Orchester an

Eine besondere Rolle nahm das Vokalensemble „The Sharpest Four“ mit Alma Naidu (Sopran), Barbara Hofbauer (Alt), Florian Stierstorfer (Tenor) und Tobias Lux(Bass) ein. Das Lied „Coulors of the Wind“ war einer ihrer groovigsten Songs. Die vielen Zugaben taten ihr übriges und sorgten dafür, dass der Konzertabend alles andere als alltäglich war.

Dem Orchester gehören Musiker als ganz Bayern an – insgesamt 300 im Alter von 16 bis 25 Jahren. Sie treffen sich in unterschiedlichen Formationen zu Probeneinheiten. Das Jugendjazzorchester behält seine Besetzung zwei Jahre und ist unter der Leitung des gelernten Schlagzeugers und Musikpädagogen Harald Rüschenbaum das Aushängeschild der Konzeption. Er führt das Orchester seit über 25 Jahren. Bestens eingespielt und hoch motiviert wurden die Musiker ihrer Rolle gerecht, das Illertisser Festival für junge Künstler zu eröffnen.

Was beim Festival in Illertissen sonst noch geboten ist, lesen Sie hier:

Junge Talente, alte Bekannte beim Illertisser Festival

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