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07.10.2017

Sie wollen anderen das Tanzen beibringen

Philipp Gregosz tanzt leidenschaftlich Breakdance und Hip-Hop.
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Philipp Gregosz tanzt leidenschaftlich Breakdance und Hip-Hop.

David Hupfer und Philipp Gregosz haben das Studio „Illerdance“ gegründet. Was sie an ihrem Beruf fasziniert

Zwei Tanzlehrer aus Leidenschaft haben sich zusammengetan und an der Josef-Henle-Straße in Illertissen ihre eigene Tanzschule „Illerdance“ aufgemacht: Die Inhaber sind David Hupfer, 24 Jahre alt und in Illertissen aufgewachsen, sowie der um zwei Jahre ältere Philipp Gregosz. Er stammt aus Reichenbach im Vogtland. Die Männer haben sich während ihrer Ausbildung in der Tanzschule in Ulm kennengelernt und nun auf rund 400 Quadratmetern ihren Traum erfüllt. „Was gibt es Schöneres, als sein Hobby zum Beruf zu machen“, sagt David Hupfer.

Für ihren Traum nehmen die beiden Arbeitszeiten in Kauf, die sicherlich nicht jedem liegen. Für Tanzlehrer beginnt der Arbeitstag, wenn andere von der Frühschicht nach Hause kommen. Das Tanzstudio öffnet nachmittags für Kinder und Jugendliche und ist bis weit in den Abend offen, den Barbetrieb eingeschlossen.

Eigentlich hatte sich David Hupfer von Kindheit an dem Geigenspiel gewidmet. So war er während der Schulzeit im Kammerkollegsorchester im Illertisser Gymnasium Konzertmeister. Doch als er in der zehnten Klasse den quasi zum Pflichtprogramm zählenden Tanzkurs absolvierte, hat er dabei eine neue Seite von sich entdeckt: „Das war vor neun Jahren“, erinnert er sich, „und seither habe ich nie mehr aufgehört zu tanzen.“ Dass aus dem talentierten Geiger letztlich ein leidenschaftlicher Tänzer wurde, hat Hupfer nie bereut. Tanzen sei das, was sein Leben erfülle. Er will das verstaubte Image vom Gesellschaftstanz aufpolieren, den muffigen Beigeschmack von Tanzkursen ändern – all das soll sich in der neuen Tanzschule widerspiegeln.

Auch für seinen Partner Philipp Gregosz führte der Weg der Berufsfindung direkt ins Tanzstudio. Doch ein solches zu finden, war für den, von den Fachkollegen als Quereinsteiger eingestuften Breakdancer, nicht einfach. „Nur wegen der Tanzschule bin ich nach Ulm gezogen“, sagt der gebürtige Vogtländer. Als 15-Jähriger habe er den Breakdance kennengelernt und sich sofort dafür begeistert. Das ging soweit, dass er sein Können bald anderen beibringen sollte. „Mit 17 Jahren rutschte ich plötzlich in die Lehrerfunktion“, erzählt er. Er bildete sich selbst fort, gab regelmäßige Trainingsstunden im Jugendklub, veranstaltete Auftritte und wollte schließlich die Ausbildung zum Tanzlehrer machen. Doch keine Schule in Wohnortnähe wollte ihn aufnehmen, da er die Voraussetzungen – den Besuch eines Standardtanzkurses – nicht erfüllen konnte. Bei der zum Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV) zählenden Schule in Ulm hatte er Glück und konnte seine Ausbildung beginnen. Insgesamt sieben Jahre verbrachte er dort, um dann mit David Hupfer den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

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