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Wahl

12.10.2018

Sie wollen in den Bezirkstag

Wir stellen die Direktkandidaten vor, die im Stimmkreis Memmingen ins Rennen gehen. Welche Ziele sie haben

Neben dem Landtag werden am Sonntag, 14. Oktober, auch die Bezirkstage in Bayern gewählt. Dieses Gremium befasst sich vor allem mit der Sozialhilfe, psychiatrischen Versorgung, Kultur, Heimatpflege und Jugendarbeit. Die Direktkandidaten im Stimmkreis Memmingen im Überblick.

aus Buch ist die Kandidatin der Linken. Die Fahrerin bei den Donau-Iller-Werkstätten sagt, sie habe sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahne geschrieben. „Durch eine längere Krankheit und Arbeitslosigkeit habe ich erkannt, dass die Gefahr, ohne eigenes Verschulden aus dem Sozialsystem zu fallen, sehr groß ist“, sagt sie. Politik müsse wieder für Menschen und nicht für den Profit gemacht werden. Der Pflegenotstand in Kranken- und Pflegeeinrichtungen müsse gestoppt und Maßnahmen für bezahlbaren Wohnraum und gegen Altersarmut ergriffen werden.

tritt für die Freien Wähler an. Er ist Orthopädiemechaniker-Meister aus Memmingen. Seine politische Erfahrung im Memminger Stadtrat und sein berufliches Wirken machen ihn nach eigenen Angaben zum „Experten im Bereich Soziales und Gesundheit“. Durch seine Arbeit habe er tiefe Einblicke in die Sozialstrukturen und ins Gesundheitswesen gewonnen. Das motiviere ihn zur Kandidatur für den Landtag und Bezirkstag. „Versorgungslücken möchte ich bestmöglich schließen“, sagt er.

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Rita Popp ist FDP-Kandidatin. Die Rentnerin aus Lachen-Hetzlinshofen sagt, dass sie sich besonders für benachteiligte Kinder und Erwachsene einsetzen wolle. Ebenso gelte ihr Interesse der Förderung und gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebenslagen. Zudem wolle sie sich dafür stark machen, dass die Zahl der Pflegekräfte erhöht wird und Pflegeberufe besser bezahlt werden. „Ferner liegt mir der Erhalt sowie ein moderater Ausbau von kulturellen Einrichtungen am Herzen“, sagt sie.

Bürgermeister von Markt Rettenbach und Bezirksrat, ist CSU-Kandidat. „Mein Ziel ist es, unsere Region auch in Zukunft im sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Bereich voranzubringen.“ Dazu zähle die heimatnahe und bedürfnisorientierte Versorgung der älteren, pflegebedürftigen und kranken Menschen. Dies gelte auch für Menschen mit Behinderung, damit sie gleichberechtigt in allen Lebensbereichen teilnehmen können. Auch der Förderung der Kultur- und Heimatpflege und Jugendbildung gelte sein Augenmerk.

Krankenschwester aus Memmingen, vertritt die SPD seit zehn Jahren im Bezirkstag. Ihre Themenschwerpunkte seien unter anderem Soziales und Gesundheit, Kultur und Heimatpflege, Jugend und Bildung. „Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Vertretung der Interessen der Menschen mit körperlichen und seelischen Einschränkungen“, sagt sie. Ebenso wolle sie sich für ein vielfältiges Kulturleben einsetzen. Dazu gehöre die Zusammenarbeit mit dem Zweckverband des Schwäbischen Bauernhofmuseums und dem Landestheater Schwaben in Memmingen. Bei Letzterem sei eine gesicherte finanzielle Ausstattung ein wichtiger Baustein.

aus Marktoberdorf, tritt für die Bayernpartei an. Der Rentner ist der Ansicht: „Alle anderen Parteien wollen den Freistaat schwächen und in seinen Kompetenzen beschneiden.“ Nur die Bayernpartei verteidige das Land in seiner Staatlichkeit. Asyl sei ein wichtiges Thema, bei dem der Freistaat kaum Entscheidungsmöglichkeiten habe. Er fordert eine garantierte Mindestrente in Höhe von 1500 Euro für alle, die 30 Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Glaser spricht sich für den Erhalt der Kliniken Memmingen, Ottobeuren und Mindelheim sowie den Ausbau des Allgäu Airports im beschlossenen Umfang aus.

Polizeibeamter aus Memmingen, sitzt für die ÖDP im Bezirksrat: „Ich werde mich wie bisher schon für Soziales und Kulturelles stark machen“, sagt er. Oberstes Ziel ökologisch-demokratischer Politik sei es, die Würde jedes Menschen zu schützen und den Kindern eine lebenswerte Heimat zu hinterlassen. Seine Ziele seien unter anderem der Ausbau der Krisenintervention, die Umsetzung der Hospizarbeit als Aufgabe der Bezirke sowie Erhalt der biologischen Vielfalt.

Brauer und Mälzer aus Memmingen, kandidiert für die AfD. Auch auf Bezirksebene benötige die Politik eine echte Alternative, beschreibt er seine Motivation. Der Bezirk Schwaben sei mit einem jährlichen Budget von fast 900 Millionen Euro neben seiner Zuständigkeit für die Finanzierung dezentraler Flüchtlingsunterkünfte auch Träger von Sozialverbänden, Kliniken und Schulen. Es gebe gravierende Unzulänglichkeiten. Seiner Ansicht nach werden Steuergelder verschwendet. Belange der deutschen Bevölkerung müssen ihm zufolge in den Vordergrund rücken.

Orthopädieschuhmacherin, tritt für die V-Partei³ an. Die jetzige Politik weigere sich, strikte Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Die Memmingerin sagt, sie wolle für ihren Sohn und andere Kinder eine sichere, saubere Zukunft schaffen. So müsse etwa auf Umweltgifte verzichtet werden. Mit diesen vergifte der Mensch Flora, Fauna und auch sich selbst. „Leider werden aus Kostengründen diese Gifte immer wieder eingesetzt.“

Fachärztin für Psychotherapie aus Ottobeu-ren, ist Grünen-Kandidatin. „In meinen Augen gilt es, die Umsetzung des Teilhabegesetzes zu begleiten und unsere moderne Psychiatrie weiterzuentwickeln: ambulant vor stationär, genügend Therapie-Angebote für Kinder und Jugendliche auch auf dem Land“, sagt sie. Auch vielfältige, kritische und kreative Kulturangebote seien ihr ein Anliegen. Die Heimatpflege dürfe man nicht antidemokratischen Kräften überlassen. (az)

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