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Illertissen/Au

03.05.2018

Singen für die Auer Orgel

Der Kammerchor St. Martin unter der Leitung von Markus Hubert beeindruckte in der neuen Kirche in Au mit seinem Gesang.
Bild: Langhans

Kammerchor von St. Martin begeistert Zuhörer.

Der Kammerchor von St. Martin aus Illertissen hat unter der Leitung von Markus Hubert die Nachbarpfarrei Au mit einem geistlichen Chorkonzert erfreut. Die eingenommenen Spenden kommen dem Umbau der Orgel für die neue Kirche zugute. Die veranschlagten Kosten betragen laut Kirchenpfleger Peter Grashei 68000 Euro, wozu noch 10000 Euro fehlen.

Gut 200 Besucher waren gekommen und ließen sich von der gebotenen hohen Liedkunst berühren. Das Konzertmotto „Cantate Domino“ oder auf Deutsch „Singet dem Herrn“ hat Kirchenmusiker aller Zeiten zu Kompositionen inspiriert. An dem Abend gab es eine Auswahl davon zu hören: von ins 9. Jahrhundert reichenden Gregorianischen Chorälen über Barockmusik bis zu Klängen des 20. Jahrhunderts.

Den weitläufigen, ohne Orgel fast kahl wirkenden Kirchenraum, wusste der Kammerchor für einen optisch wie akustisch effektvollen Beginn zu nutzen: Während die Sänger der Gregorianischen Choräle, unter Leitung von Jürgen Sonntag, vorne beim Altar die Veranstaltung eröffneten, stellte sich der vierstimmige Chor, in seine Tonlagen aufgeteilt, links und rechts an den Kirchenseiten auf. Darauf trat Hubert in die Mitte und gab dem Ensemble den Auftakt zu Johann Pachelbels „Singet dem Herrn“. Dann erst versammelten sich alle im Altarbereich. Kunstvoll vierstimmig ging es im Barock weiter mit dem Bachchoral „Jesu meine Freude“.

Frühere Komponisten waren vertreten mit Claudio Monteverdi, der die Oper einführte und sein „Cantate Domino“ schwelgerisch ausklingen ließ. Dem Kammerchor gelang dies sehr melodiös. Oder William Byrd, der bedeutendste englische Komponist der Renaissancezeit mit mehr als 500 Werken, insbesondere Chorliteratur. Aus „Mass For Four Voices“, einer lateinischen Messe, wurde mit viel Volumen das Gloria vorgetragen. Zeitgenössische Vertonungen von „Cantate Domino“ gab es von Karl Jenkins und Vytautas Miskinis zu hören, wobei sich das Werk des litauischen Komponisten in dem hohen Auer Kirchengebäude klanglich besonders gut ausbreiten konnte. Mit dem Abendlied von Joseph Rheinberger ließen die Sänger das geistliche Konzert romantisch ausklingen.

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