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Bebenhausen

22.06.2017

Singen wie am Stammtisch

Das ist der Volksmusikpfleger Christoph Lambertz.

Zum zehnten Mal werden in Bebenhausen Lieder angestimmt, die jeder mitsingen kann. Warum auch neue Texte wichtig sind.

Nicht nur Bewohner aus Kettershausen, sondern auch Sangesfreunde aus der näheren und weiteren Umgebung haben sich den Termin längst vorgemerkt: Am morgigen Freitag, 23. Juni, findet im Gasthaus Köhler wieder ein Wirtshaussingen statt. „Eingeladen sind alle, die Freude am Singen in geselliger Runde haben“, sagt Christoph Lambertz, Volksmusikpfleger des Bezirks Schwaben. „Man braucht keine Vorkenntnisse oder Chorerfahrung, sondern einfach nur Interesse an traditionellen, lustigen Liedern.“

Auf Einladung der katholischen Landvolkbewegung im ehemaligen Dekanat Ottobeuren und des Volkstanzkreises Babenhausen kommt Lambertz heuer bereits zum zehnten Mal nach Bebenhausen, um mit den Besuchern Weisen einzustudieren, wie sie schon früher im Wirtshaus gesungen wurden. „Singen in ungezwungener Runde erfährt derzeit einen regelrechten Boom, nicht nur bei der älteren Generation“, hat Lambertz in Erfahrung gebracht. Die Lieder, die er bei diesem offenen Singen anstimmt, sind teilweise allgemein bekannt. „Ich baue aber immer wieder auch ein paar Raritäten ein, die ich mit den Besuchern durch Vor- und Nachsingen einübe.“

Für jedes offene Singen sucht sich der Volksmusikpfleger bereits vorab ein bestimmtes Thema aus. Diesmal möchte er unter dem Motto „Der Sperling hat zwei Flügelein“ tierische Lieder zum Klingen bringen.

Nachdem er die nicht oder nur wenig bekannten Melodien zu Gitarrenbegleitung vorgesungen hat, dauert es meistens nicht lange, bis die Besucher begeistert dabei sind und das Lied im Chor durch den Saal tönen lassen. Traditionell kommt an so einem Abend auch das schwäbische Wirtshausliederbuch „Mir gand it hoi, mir bleibat hocka“ zum Einsatz und natürlich dürfen sich die Sangesfreunde auch Lieder wünschen, die gemeinsam angestimmt werden.

Robert Fürst vom Volkstanzkreis Babenhausen, der das offene Wirtshaussingen im Gasthaus Köhler vor vielen Jahren ins Leben gerufen hat, freut sich schon auf die Veranstaltung. Auch ihm ist es ein Anliegen, überliefertes Liedgut zu pflegen und für kommende Generationen zu erhalten. Fürst hält es aber genauso für wichtig, dass zwischen althergebrachten Liedern auch etwas Neues hinzukommt, das die Sänger ein klein wenig fordert. „Jeder kann sich trauen, einfach mitzusingen“, sagt Fürst und hofft wieder auf zahlreiche Besucher.

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