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25.07.2020

So gefährlich sind Blaualgen

Landratsamt begründet das Badeverbot am Rothdachweiher

Im Rothdachweiher in Babenhausen darf bis auf Weiteres nicht mehr gebadet werden. Wegen giftiger Blaualgen hat das Gesundheitsamt am Unterallgäuer Landratsamt ein Badeverbot verhängt. Darauf hat die Marktgemeinde Babenhausen wie berichtet bereits am Donnerstag aufmerksam gemacht.

Wie das Landratsamt am Freitag ergänzend mitteilte, nimmt das Gesundheitsamt in der Badesaison mindestens einmal im Monat Wasserproben von sogenannten EU-Badeseen wie dem Rothdachweiher und lässt diese auf Keime untersuchen. Bei Verdacht auf Blaualgen, wie es beim Rothdachweiher der Fall war, wird das Wasser auch darauf getestet. Dabei wurde dem Gesundheitsamt zufolge eine sehr hohe Konzentration des Giftstoffs festgestellt, den Blaualgen produzieren. Das Gift kann Beschwerden wie Hautreizungen, Erbrechen, Durchfall, Atemnot oder Quaddelbildung auslösen. Wer darunter leidet und zuvor im Rohrdachweiher gebadet hat, sollte einen Arzt aufsuchen. Wegen dieser Gefahr sollten Menschen und auch Hunde aktuell nicht ins Wasser gehen.

Bei Blaualgen handelt es sich nicht um Algen, sondern um Bakterien. Bei hohen Temperaturen können sich diese schnell vermehren und entsprechend viel Gift ins Wasser abgeben. Eine starke Belastung mit Blaualgen erkennt man laut der Mitteilung des Landratsamts daran, dass das Wasser immer trüber wird. Manchmal sieht man auch grüne bis blaugrüne Schlieren auf der Oberfläche. Charakteristisch ist außerdem ein muffiger Geruch. (az)

Eine Übersicht der Badeseen in der Region finden Sie auf "Seite 24.

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