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19.02.2015

So muss der Lieblingsschuh nicht in die Tonne

Imprägnieren schützt den Schuh im Winter. Hans Trips rät, die Pflege aufzutragen, nachdem das Obermaterial feucht abgeputzt wurde.
Bild: Verena Mörzl

Vorbeugen erspart Arbeit. Wie Sie ihr Auto, ihre Schuhe und ihren Vierbeiner vor Streusalz schützen

Streusalz, Schnee und Schuhe – diese Kombination ist in keinem Haushalt beliebt. Hans Trips, Inhaber der Schuhwerkstatt in Vöhringen, weiß, wie man Salzränder am Schuh vorbeugt. Das sei in den meisten Fällen effektiver, als nachher den Schmutz vom Schuh zu bürsten. Ist der erst einmal imprägniert, trotzt er jedem Wetter. Wenn der Salzrand dann doch plötzlich auftaucht, ist das nicht gleich ein Grund, sein Lieblingspaar direkt in die Tonne zu werfen.

„Mit Wasser verdünnter Essig zieht das Salz aus dem Schuh und lässt den Rand verschwinden. Anschließend einfach mit einem Tuch gründlich abreiben“, empfiehlt Trips, der seit gut 35 Jahren Schuhmacher-Meister ist. Der Vöhringer trägt anschließend das Pflegemittel auf den feuchten Schuh, um zu verhindern, dass er zu hart wird. Wichtig auch: Für jedes Material das passende Mittel verwenden.

Der Winter hält sich hartnäckig und mit ihm bleiben die frostigen Nächte, in denen die Nässe überfriert. Nur selten schlittern wir auf der Straße oder auf dem Gehweg, denn Streusalz lässt das Eis schmelzen und uns sicher von A nach B kommen. Praktisch, diese Substanz – eigentlich. Sie greift nicht nur Schuhe an, auch Autos leiden: Lack, Felgen oder die Karosserie verkratzen oder beginnen zu rosten. Das Salz muss also runter – egal ob vom Schuh, vom Auto oder von den Pfoten des Hundes, mit dem man abends noch einen letzten Spaziergang unternimmt.

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Für den Freund auf vier Beinen gilt übrigens Ähnliches: Berührungen mit Streusalz besser verhindern. Und lässt es sich gar nicht vermeiden, auf einem gestreuten Weg die letzte Runde am Abend zu gehen, dann hat Tierärztin Gabriele Wriedt einen wichtigen Ratschlag für alle Hundebesitzer.„Das Salz kann man ganz einfach mit Wasser abwaschen“, sagt die Tiermedizinerin aus Babenhausen. Es ist aggressiv und scharf und weicht die Hornhaut der Vierbeiner auf. „Außerdem schlecken sie ihre Pfoten ab und das schadet ebenso“, fügt sie dazu.

Aber sie gibt auch Entwarnung, denn viele Wege in der Stadt sind kaum mehr mit Salz gestreut. Bei ihr in der Tierpraxis treten solche Probleme jedenfalls selten auf. Herrchen wüssten, wo sie ihre Lieblinge gefahrlos ausführen können. Der beste Freund des Menschen ist meistens sicher. Doch was ist mit dem zweitbesten, dem Auto? Albert Braig, Inhaber einer Illertisser Tankstelle, kennt sich bei der Winterpflege aus, und rät, nicht nachlässig zu sein. Er schraubt seit über 30 Jahren an Autos. Dreck auf Scheiben oder Lichter sofort zu entfernen, das garantiere auch Sicherheit im Straßenverkehr. „Grundsätzlich ist es immer wichtig, eine gute Rundumsicht zu haben“, sagt Braig. „Das ist ein Muss für jeden Autofahrer, mal abgesehen von der Pflege.“ Doch ist es unbedenklich, bei Minustemperaturen in die Waschanlage zu fahren? „Kein Problem“, sagt Experte Braig.

Er empfiehlt, sein Auto in der kalten Jahreszeit regelmäßig zu waschen. Am besten verknüpft der Autofreund die Pflege mit einer Vorwäsche, denn dann entstehen durch die Salzkörner keine Kratzer im Lack. Sein Tipp: „Je schneller das Salz entfernt wird, desto weniger greift es das Material an.

Im Winter ist die Autowäsche deshalb besonders wichtig. Das bewahrt das Fahrzeug vor Rost und garantiert ein längeres Autoleben. Die Unterbodenwäsche sei ebenfalls ratsam, denn sie entfernt Schmutz, der von Hand nur schwer zu beseitigen ist. Mehr Investition in die Pflege schützt vor unnötigen Reparaturkosten.

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