1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Sommertraum mit Verdi und Wagner

Liedertafel

23.07.2014

Sommertraum mit Verdi und Wagner

Einen romantischen Sommertraum erlebten die Zuhörer im Ahnensaal. Das Bild zeigt die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendchor unter Leitung von Dirigent Daniel Böhm.
Bild: Claudia Bader

Chöre und Sopranistin versprühen bei den Schlosskonzerten Romantik pur

Man muss nicht unbedingt ins Festspielhaus Bayreuth oder in die Arena von Verona reisen: „Wir holen Ihnen einen traumhaften Opernabend in die Sängerhalle des Ahnensaals“, versicherte Daniel Böhm den Besuchern der traditionellen Babenhauser Schlosskonzerte.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Die Liedertafel erfüllte das Versprechen. Gemeinsam mit ihrem Kinder- und Jugendchor, der international konzertierenden Sopranistin Isabell Münsch aus Boos und Instrumentalsolisten machte die Sängerschar zwei Abende zum romantischen „Sommertraum“, wie das diesjährige Motto lautete.

Eigentlich hätte das dem 200. Geburtstag der weltberühmten Komponisten Giuseppe Verdi und Richard Wagner gewidmete Konzert bereits 2013 aufgeführt werden sollen. Wegen einer kurzfristigen Erkrankung von Dirigent und Sopranistin musste es aber verkürzt und verschoben werden. Das von zahlreichen Zuhörern gespannt erwartete musikalische Erlebnis wurde nun mit einem solistischen Glanzpunkt eröffnet. In vierhändigem Klavierspiel präsentierten Willi Schneider und Michael Jahn die Ouvertüre zu „Die Meistersinger von Nürnberg“. Mit Griffsicherheit und Intensität entfalteten die beiden Pianisten einen bravourösen Tastenzauber. „Freudig begrüßen wir die Halle“, ließ die Liedertafel ein herzliches Willkommen durch den Ahnensaal tönen. Die von Matthias Schmidt am Cello eröffnete Introduktion aus der tragischen Wagner-Oper „Rienzi, der letzte der Tribunen“ wirkte wie ein inständiges Gebet. Im Lied des Wolfgram aus „Tannhäuser“ überzeugte Dirigent Böhm als gefühlvoller und erfahrener Bariton-Solist.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Mit ihrem strahlenden Sopran, der mühelos und natürlich wirkt und für den es nach oben keine Grenzen zu geben scheint, ließ Isabell Münsch in Wagners „Wesendonck-Lied“ zauberhafte Träume aufleben.

Nachdem der Kinder- und Jugendchor im Knabenterzett aus Mozarts „Zauberflöte“ glänzte, sangen sich Münsch und Böhm im Duett von Pamina und Papageno in die Herzen der Besucher. Mit dem „Brautchor“ aus Lohengrin steigerte die Liedertafel die Stimmung.

Im zweiten Programmteil durften die Zuhörer in unsterblichen Melodien aus Opern von Giuseppe Verdi schwelgen. Die in abwechslungsreicher Besetzung von Solisten, Liedertafel sowie Kinder- und Jugendchor servierten Arien, Duette und Chöre aus „Ein Maskenball“, „Der Troubadour“, „Don Carlos“, „Otello“ oder „Rigoletto“ lösten Begeisterung aus.

Als sachkundiger Moderator wusste Dirigent Böhm einiges über die Uraufführungen der Opern zu erzählen und würzte seine Informationen mit Anekdoten. Mit strahlenden Trompetenklängen bereicherten Ottmar Stölzle und Thomas Wölfle den Triumphmarsch „Heil dir Ägypten“ aus „Aida“.

Nach dem berühmten Trinklied aus „La Traviata“ verlangten die Zuhörer im Ahnensaal natürlich Zugaben. Der Aufforderung zum Mitsingen kamen sie beim Gefangenenchor aus „Nabucco“ gerne nach.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren