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Altenstadt

24.11.2016

Songs, die Geschichten erzählen

Max Jäger schreibt Songs und begleit sie mit Klavier oder Gitarre. Momentan arbeitet er an seiner ersten EP. Darauf werden fünf seiner eigenen Lieder zu hören sein.
Bild: Thomas Röger

Max Jäger aus Altenstadt ist Musiker und schreibt Lieder seit er 16 Jahre alt ist. Darin behandelt er Themen aus seinem Leben. Eine eigene Platte ist momentan in Planung.

Max Jäger, 21, ist Singer/Songwriter. Zusammen mit Schlagzeuger Tim Nobis und Michael Mühlberger an Bass und E-Gitarre, spielt Jäger vor allem selbst geschriebene Songs. Im Interview mit K!ar.Text spricht er über Bootshäuser, Casting-Shows und seine Zukunftspläne.

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Wann hast du mit dem Musik machen angefangen?

Max Jäger: Mit 13 habe ich angefangen, E-Gitarre zu spielen. Damals waren die Toten Hosen meine Lieblingsband. Ich denke, dass ich deswegen unbedingt damit anfangen wollte. Meine Kumpels haben zu der Zeit auch alle gelernt ein Instrument zu spielen. So kam ich dazu. Mittlerweile spiele ich aber fast nur noch Westerngitarre.

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Hast du von Anfang an eigene Songs geschrieben?

Max Jäger: Ich habe früher in der Rock-Cover-Band „Ized Cream“ gespielt. Wir haben beispielsweise Songs von Linkin Park oder Nirvana gecovert. Mit 16 habe ich dann angefangen, eigene Songs zu schreiben. Das hat sich dann immer weiter entwickelt und meine Songs sind reifer geworden. Irgendwann habe ich mir dann gesagt: Jetzt will ich meine eigene Musik machen.

Gab es dafür einen bestimmten Auslöser?

Max Jäger: Meine Freundin hat damals mit mir Schluss gemacht.

Also der Klassiker.

Max Jäger: Ja schon. (lacht)

Gibt es denn Situationen, in denen dir besonders gute Ideen kommen? Beim Duschen oder Abspülen vielleicht?

Max Jäger: Wenn ich auf Reisen bin und aus dem Fenster schaue, kommen mir häufig die besten Sachen ein. Oft kommen die Ideen plötzlich. Ich habe immer ein kleines Notizbuch dabei, in dem ich sie festhalten kann.

Erzählen deine Lieder auch Geschichten aus deinem Leben?

Max Jäger: Hauptsächlich, ja. Fast jeder Song hat etwas mit meinem Leben zu tun. Einer meiner Songs heißt Bootshaus. Der ist dadurch entstanden, dass ich mit Freunden im Sommer regelmäßig zum „Bootshaus“ nach Sinningen gefahren bin. Also meistens sind es Dinge, die mir wirklich passiert sind, über die ich dann einen Song schreibe.

Als Erinnerung?

Max Jäger: Ja, auch als Erinnerung. Häufig aber einfach, damit ich das Geschehene besser verarbeiten kann. Gerade bei Liebe hilft das.

Ist die Liebe eine große Inspiration für den Stil deiner Musik?

Max Jäger: Ja, das kann man schon sagen. Ich habe auch Songs geschrieben, hinter denen Power steckt, aber der Großteil meiner Musik ist eher ruhig.

Gibt es Musiker, die dir dabei als Vorbilder dienen?

Max Jäger: Mein absolutes Vorbild ist Philipp Poisel. Den finde ich richtig genial. Als ich ihn das erste Mal gehört habe, wusste ich, dass ich auch so eine Musik machen möchte. Viele meiner Songs sind allerdings schon etwas rockiger. Damien Rice finde ich auch richtig gut. Er steht komplett allein mit Gitarre auf der Bühne und macht daraus unglaublich viel. Ich höre aber allgemein viel deutsche Musik.

Deutschsprachige Interpreten laufen im Radio momentan hoch und runter. Für deine Musikrichtung ist momentan also die beste Zeit oder?

Max Jäger: Es gibt schon sehr viele die das gerade machen, das stimmt. Vielleicht ist es sogar schon etwas überlaufen.

Trotzdem wäre es doch genau der richtige Zeitpunkt, um durchzustarten, oder?

Max Jäger: Klar hofft man immer, dass das klappt und man bei einem Label unterkommt. Das ist aber wirklich schwierig.

Wenn du die Möglichkeit hättest, würdest du deinen Beruf als Industriekaufmann dafür aufgeben?

Max Jäger: Das kommt darauf an, was das Label mir anbieten kann. Klar würde ich etwas Risiko eingehen. Und natürlich träume ich davon, mit Musik mein Geld zu verdienen. Das macht jeder Musiker, glaube ich. Aber das ist sehr schwer. Gerade in der heutigen Zeit, wo immer weniger Leute Platten kaufen.

Im Fernsehen gibt es mittlerweile eine Unmenge an Casting-Shows. Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, an einer teilzunehmen?

Max Jäger: (lacht) Tatsächlich hat „The Voice“ schon mal bei mir angefragt. Ich habe allerdings gleich gesagt, dass ich meine eigene Musik spielen will. Das ging aber anscheinend nicht. Die wollen, dass man ein Cover singt. Aber das ist einfach nicht mein Ding.

Was sind deine Ziele für die Zukunft?

Max Jäger: Ich bin gerade dabei eine EP mit fünf Songs aufzunehmen. Das Grundgerüst dafür steht auch soweit schon.

Hat die Platte schon einen Titel?

Max Jäger: Ja, sie heißt: „In Richtung Horizont“. Ich denke, dass die Platte Anfang bis Mitte nächsten Jahres erscheinen kann. Dazu möchte ich dann noch ein Musikvideo drehen. Im nächsten Jahr wollen meine Band und ich die Platte dann unter die Leute bringen. Es gibt schon sehr viele die das gerade machen, das stimmt. Vielleicht ist es sogar schon etwas überlaufen. 

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