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20.01.2011

Spenden ermöglichen lebensrettende Operation für 15-jährige Anelia

Dank Spenden konnte die Bulgarin Anelia Deyanova (links) operiert werden. Das Bild zeigt sie mit ihrer Mutter Stella Deyanova nach der Operation im Universitätsklinikum Tübingen. Foto: zg
Bild: zg

Egg a.d. Günz Die Spendenbereitschaft vieler hat es ermöglicht: Das bulgarische Mädchen Anelia Deyanova konnte am vergangenen Freitag am Universitätsklinikum Tübingen operiert werden. "Der vierstündige Eingriff ist erfolgreich verlaufen", freuen sich Roswitha und Hans-Peter Graf aus Egg an der Günz. Sie haben die 15-Jährige und ihre Eltern seit Anfang Dezember bei sich beherbergt.

Anelia befinde sich auf dem Weg der Besserung, informierten sie unsere Zeitung. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut. Nach ihrer Entlassung aus dem Klinikum müsse sie regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen nach Tübingen. Über die auf Kreta tätige "Shelter"-Mission war das an "Pfortaderthrombose" erkrankte Mädchen im Dezember 2010 gemeinsam mit seinen als Erntehelfer auf Kreta tätigen Eltern nach Egg gekommen (wir berichteten). Denn bulgarische Kliniken können die seltene Gefäßerkrankung, bei der sich Blutgerinnsel (Thrombus) in der Pfortader der Leber bilden, nicht behandeln.

Alle Kosten sind dank Spenden gedeckt

Auf Initiative des auf Kreta tätigen Missionars Michael Schwitzky wurde Anelia am Klinikum Memmingen untersucht. Nach zahlreichen Telefonaten und E-Mails haben Roswitha und Hans-Peter Graf am Klinikum Tübingen einen Termin für Anelias lebensrettende Operation vereinbaren können. Allerdings mussten die dafür anfallenden Kosten in Höhe von 20 000 bis 25 000 Euro vorab bezahlt werden. Da die Familie Deyanova weder krankenversichert ist, noch über die notwendigen Mittel verfügt, hatte die Shelter-Mission vor Weihnachten eine Spendenaktion ins Leben gerufen. "Mit dem eingegangenen Geld können sowohl die Operations- als auch Nachsorgekosten gedeckt werden", freut sich Hans-Peter Graf. Im Namen der bulgarischen Familie bedankt er sich für die Spenden, die die lebensrettende Operation ermöglicht haben.

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