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Gesundheitswoche

25.10.2014

Sport und was sonst noch gegen Stress hilft

In der Sporthalle der Berufsschule Illertissen herrscht beim Zirkeltraining mit frischer Musik und klassischen Übungen eine gesunde Form von Stress, der sogenannte Eustress, bei dem man gefordert und aktiv ist.
Bild: Stefanie Graf

Illertisser Berufsschule klärt auf und setzt auf Prävention

Gestresst wirken die Berufsschüler eigentlich nicht, die mit mehr oder weniger Körperspannung auf ihren Stühlen sitzen und dem Vortrag des Referenten Ottmar Pfanz-Sponagel von der AOK folgen. Anscheinend ist aber Stress unter den Jugendlichen tatsächlich ein Thema, wie es Martin Kleber, Mitarbeiter der Schulleitung, bestätigt: „Als wir auf der Suche nach dem Thema für die diesjährige Gesundheitswoche waren, hat sich schnell eine Gruppe gebildet, die das Thema Stress sehr wichtig fand.“ Nachdem die Referenten eingeladen waren, konnte es an die Arbeit gehen, und wie es sich zeigt, „ist es uns gelungen, ein Programm zu erstellen, das dem Gedanken der Prävention gerecht wird“, so die stellvertretende Schulleiterin Marlene Schwanse. Damit wird in der Illertisser Berufsschule eine Reihe von Themenfeldern fortgesetzt, die sich mit gesunder Ernährung und der Analyse des Lebensstils beschäftigt hatten.

Zum ersten Mal leitet Lehrerin Kerstin Zinke das Projekt „Gesundheitswoche“. Sie hat oft schon mitbekommen, „wie Schüler über Stress reden und ganz klar äußern, dass sie oft nicht wissen, wie sie den Anforderungen gerecht werden sollen“. Immerhin ist die Devise „vorbeugen ist besser als behandeln“ auch das Leitwort der Aktion und daher beginnt Information über Stress, den man gemeinhin mit dem Arbeitsleben in Verbindung bringt, vor dem Eintritt in den Beruf und nicht erst, wenn der Fall schon eingetreten ist, dass jemand unter seinen Belastungen leidet und sich überfordert fühlt.

In Form von zu durchlaufenden Stationen wurden die Schüler umfassend informiert: Über verschiedene Folgen von Stress auch im Bereich der psychischen Erkrankungen klärte Beate Mayer mit einem Vortrag auf, während eine Gruppe in der Sporthalle, die im Rahmen des Regelunterrichts an der Berufsschule kaum oder gar nicht genutzt wird, mit Claudia Baur vom Sportverein Tiefenbach ein Zirkeltraining durchlief.

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Auch Schulsozialarbeiter Alexander Vees war in den Klassen aktiv und thematisierte für sie wichtige Anliegen mit den jungen Erwachsenen. Sonja Rieder von der psychologischen Beratungsstelle Illertissen erarbeitete mit wechselnden Gruppen Aspekte von Stress und dessen Ausprägungen in Freizeit, Familie, Schule und Beruf. Themen wie fremdenfeindliche Personen am Ulmer Bahnhof, respektlose Sprösslinge der Nachbarn, bedrohliche Blicke von anderen und Pöbeleien stellen offensichtlich echte Tests für das Stressmanagement insbesondere für die jungen Herren des Berufsintegrationsjahres dar.

So mancher kam durch die Medien-Präsenz in echte Grenzsituationen und stöhnte, „bitte keine Bilder“, worauf prompt der Lehrer konterte, „siehst du, jetzt hast du schon Stress“.

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