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Seniorenwohnheim

12.09.2013

St. Andreas wird zehn Jahre alt

Das Kreis-Seniorenwohnheim St. Andreas feiert zehnten Geburtstag.
Bild: clb

Große Feier am Samstag

Babenhausen Das Kreis-Seniorenwohnheim St. Andreas feiert seinen zehnten Geburtstag. Das ist eigentlich kein bedeutendes Jubiläum. Wenn man allerdings die älteren und pflegebedürftigen Menschen zählt, die in der Einrichtung des Landkreises Unterallgäu einen würdigen Lebensabend verbracht haben oder derzeit erleben, ist es für die Verantwortlichen doch genügend Grund für ein Fest. Es findet am Samstag, 14. September, ab 14.30 Uhr im Kreis von Bewohnern und deren Angehörigen sowie Heim- und Pflegedienstpersonal statt.

Auf dem Programm stehen eine gemütliche Kaffeestunde, die von den Klosterbeurer Wiesenbach-Musikanten klanglich umrahmt wird, sowie der Besuch eines Falkners und Überraschungen, verrät Heim- und Pflegedienstleiter Stefan Drexel. Zum Geburtstag hat er ein wenig in der noch jungen Geschichte des Kreis-Seniorenwohnheims geblättert: Nachdem das ehemalige Babenhauser Kreiskrankenhaus im Januar 2000 aus Kostengründen geschlossen werden musste, wurde das Gebäude nach unzähligen Diskussionen und Planungen zum Kreisaltenpflegeheim umgebaut und im Sommer 2003 in Betrieb genommen.

Weihbischof Josef Grünwald lobte es bei der Einweihung als „Hospiz auf dem Jakobusweg nach Santiago di Compostela“, das für viele ältere und pflegebedürftige Menschen eine „bedeutende Station ihres Lebens“ darstelle. Der damalige Landrat Hermann Haisch bezeichnete die Einrichtung als „Markstein für den Fuggermarkt“, der ehemalige Bürgermeister Theo Lehner als „weitere Stärkung der Infrastruktur in Babenhausen“. Umfangreiche Diskussionen, dass das Kreisaltenheim St. Andreas aus Kostengründen privatisiert werden soll, sorgten nicht nur bei den Bewohnern des Fuggermarktes für Aufregung. Da laut Gutachter das Defizit der Einrichtung deutlich zurückgefahren werden konnte, fiel im Februar 2008 eine zukunftweisende Entscheidung: Die Kreisaltenheime bleiben beim Landkreis, eine Privatisierung wird nicht mehr weiter verfolgt.

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Bis Ende des Jahres 2008 wurden die drei Kreisaltenheime („St. Martin“ Türkheim, „St. Andreas“ Babenhausen und „Am Anger“ Bad Wörishofen) über einen Managementvertrag mit dem Kommunalunternehmen Kreiskliniken Unterallgäu unter dem Vorsitz von Alfons Hawner verwaltet.

Nachdem Heimleiter Karl-Heinz Haid im Januar 2009 in den Ruhestand verabschiedet wurde, übernahm Ara Gharakhanian die Gesamtleitung aller drei Kreisaltenheime. Pflegedienstleiter Leonhard Müller wurde im März 2006 von Hubert Plepla abgelöst. Zum 1. September 2012 übernahm Stefan Drexel die Heim- und Pflegedienstleitung. Als seine Vertreterin wirkt seit Februar 2013 Marina Mesch.

50 Einzel- und sechs Doppelzimmer

Derzeit bieten 50 Einzel- und sechs Doppelzimmer in den Wohnbereichen „Blütenhof“ im ersten Stockwerk und „Schlosspark“ im zweiten Stock insgesamt 62 Plätze, darunter zwei Kurzzeitpflegeplätze, informiert Drexel. 68 Mitarbeiter in Leitung, Küche, Hauswirtschaft, Pflege sowie technischem Dienst und Verwaltung sorgen für eine vollständige Betreuung und Versorgung. Während Ulrike Ramp die Hauswirtschaft leitet, sorgt Küchenchef Thomas Raffler für eine ausgewogene Ernährung der alten Menschen. Außerdem sind viele ehrenamtliche Mitarbeiter um das Wohl der Seniorinnen und Senioren bemüht. Wöchentlich finden Singnachmittage und Gymnastikstunden statt. Auch das jeden Freitagnachmittag für alle geöffnete Café Sonnenschein wird gut genutzt.

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