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Dietenheim

19.12.2019

Stadt Dietenheim will viel Geld investieren

Die Stadt Dietenheim steht laut Bürgermeister Christopher Eh trotz Schulden finanziell ordentlich da. Welche Projekte 2020 umgesetzt werden sollen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Die Stadt Dietenheim steht laut Bürgermeister Christopher Eh trotz Schulden finanziell ordentlich da. Welche Projekte 2020 umgesetzt werden sollen.

In Dietenheim wird weiter viel Geld investiert. Für Projekte wie die Abbiegespur in Regglisweiler oder die Sanierung des Rathauses veranschlagt der Haushalt für das kommende Jahr 5,5 Millionen Euro. Die Eckdaten des Zahlenwerks wurden den Gemeinderäten nun vorgestellt. Im kommenden Jahr soll der Haushalt 2020 dann beraten und im Frühjahr verabschiedet werden.

Bürgermeister Christopher Eh sprach während der Sitzung von einem „nicht unproblematischen Jahr.“ Der Haushalt werde durch neue Anforderungen, die auf die Kommunen zukämen, erheblich belastet. Der Zuschuss für die Kinderbetreuung liege mittlerweile beispielsweise bei 1,4 Millionen Euro und habe sich seit 2012 mehr als verdoppelt. Zudem sei die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage ungewiss. „Die Bandage wird enger“, sagte Eh. Allerdings habe die Stadt in den vergangenen Jahren eine umsichtige Finanzpolitik betrieben – das zahle sich nun aus: „Insgesamt stehen wir weiter ordentlich da“, versicherte Eh den Gemeinderäten. Der Ergebnishaushalt soll mit einer schwarzen Null abgeschlossen werden – momentan schafften dies längst nicht alle Kommunen, sagte der Bürgermeister.

Zweiter Bauabschnitt bei der Sanierung der Gemeinschaftsschule steht an

Am meisten Geld soll in den zweiten Bauabschnitt bei der Sanierung der Gemeinschaftsschule (eine Million Euro), die Abbiegespur in Regglisweiler (750000 Euro) und die energetische Sanierung des Rathauses (450000 Euro) fließen. Außerdem wird unter anderem in den Breitbandausbau, Hochwasserschutz, Grunderwerb und die Darlehenstilgung investiert. Weitere Projekte wie die Sanierung der Aussegnungshalle und der Neubau des Kindergartens St. Josef werden hingegen erst in den Jahren 2021 und 2022 auf der Agenda stehen.

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Neue Kredite sollen im kommenden Jahr nicht aufgenommen werden. 2019 sei man dazu gezwungen gewesen – auch weil die Stadt Eh zufolge Einbrüche bei der Gewerbesteuer (1,6 Millionen Euro) zu verzeichnen gehabt habe. „Damit mussten wir umgehen“, sagte der Bürgermeister. Trotz der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung rechne man in diesem Jahr allerdings wieder mit mehr Geld von Betrieben und Unternehmen: Der Haushalt sieht rund 1,8 Millionen Euro vor.

Dietenheim konnte Schulden in den vergangenen Jahren halbieren

Insgesamt sollen sich die Steuereinnahmen auf 10,8 Millionen Euro belaufen. Dietenheim sei damit eine eher steuerschwache Kommune, sagte Stadtkämmerer Alfred Stoerk: Die Stadt nehme weniger Geld durch Steuern ein als die Kommunen des Alb-Donau-Kreises durchschnittlich. Der Landkreis verzeichnet insgesamt die drittniedrigsten Steuereinnahmen in Baden-Württemberg. Der Schuldenstand konnte in Dietenheim in den vergangenen acht Jahren dennoch halbiert werden. Im Haushalt 2020 liegt er bei 1,9 Millionen Euro – rechnet man die Eigenbetriebe, Wasserversorgung und Erneuerbare Energien, hinzu, bei rund vier Millionen Euro.

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