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Weißenhorn

14.12.2020

Stadträte würden gerne ein neues Wohnquartier in Weißenhorn schaffen

Auf der Suche nach Flächen für neue Wohngebiete richtet sich der Blick in Weißenhorn auch auf unbebaute Areale im Stadtgebiet. Südlich der Diepold-Schwarz-Straße möchte die Stadt gerne ein Wohnquartier schaffen.
Bild: Alexander Kaya

Plus 100 Wohnungen könnten aus Sicht der CSU südlich der Diepold-Schwarz-Straße in Weißenhorn entstehen. Doch ohne die Grundstückseigentümer geht nichts.

Ein Spannungsverhältnis von Gewerbe und Wohnen prägt derzeit das Gebiet zwischen Schulstraße, Diepold-Schwarz-Straße und Rosenstraße in Weißenhorn. Aus Sicht der CSU ließen sich dort in relativ zentraler Lage um die 100 Wohnungen für Familien schaffen und das im Sinn der Innenentwicklung und der Maßgabe „Innen vor Außen“. Doch die Bauleitplanung für das Gebiet stockt.

Aus Sicht der CSU-Fraktion war es nach 20 Monaten Bearbeitungszeit angebracht, über den Stand der Dinge unterrichtet zu werden. Im April 2019 hatte der Bau- und Werkausschuss nämlich beschlossen, dass für das Gebiet „C4 – Diepold-Schwarz-Straße“ ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden soll. Auf Antrag der Fraktion sollte sich die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses über den Stand der Dinge äußern.

Die CSU erkundigt sich nach dem Stand der Dinge

Das Thema Wohnraum schaffen sei sehr wichtig, um die Attraktivität von Weißenhorn zu erhalten oder sogar noch zu steigern, führte Stadtrat Philipp Hofmann aus. Er erinnerte an die zwei Petitionen zum Gebiet „Kapellenäcker II“ im Osten der Stadt. Diese hätten ergeben, dass es in der Bevölkerung eine klare Mehrheit für den Erhalt dieser Grünfläche gebe. Das Verfahren zu dem Gebiet an der Diepold-Schwarz-Straße laufe schon seit 2016, sagte Hofmann. Mit ihrem Antrag wolle die CSU die Dringlichkeit des Vorhabens unterstreichen. „Wir weit sind wir? Wie weit sind die Gespräche mit den Anwohnern?“, wollte Hofmann wissen.

Zwar verweist auch die Stadtverwaltung darauf, dass die Aufstellung des Bebauungsplans eine gute Möglichkeit sei, ein neues Wohnquartier zu planen und notwendigen Wohnraum zu schaffen. Doch so einfach lässt sich das nicht umsetzen, wie Bürgermeister Wolfgang Fendt schilderte. Die Stadt hat zwar ein Vorkaufsrecht in dem Gebiet, doch momentan sind die Grundstücke, die im Geltungsbereich des Bebauungsplans liegen, im Eigentum von drei Privatpersonen. Der Versuch, über den Bebauungsplan etwas Größeres zu schaffen, sei erstrebenswert, sagte Fendt. „Aber wenn die Eigentümer nicht alle mitziehen, dann wird das schwierig.“ Zumal die Umsetzung des Bebauungsplans mit erheblichen Kosten für die Eigentümer verbunden wäre. Vorerst habe man das Verfahren gestoppt, sagte Fendt.

Das Rössle-Areal in Weißenhorn soll nun überplant werden

Gleichwohl betonte der Bürgermeister, dass jeder der Eigentümer, der in dem Gebiet bauen will, das auch ohne die Stadt tun könne. Darauf wies auch Thomas Schulz (SPD) hin, der es sehr begrüßen würde, wenn in dem Gebiet neuer Wohnraum entstehen würde. „Es wäre schön, wenn man eine gesamtstädtebauliche Lösung hätte“, sagte Schulz. Aber: „Wenn die Besitzer nicht mitmachen, dann passiert da oben gar nichts.“

Mehr Engagement wünscht sich Schulz bei Gebieten, wo die Stadt selbst aktiv werden kann, weil ihr die Flächen gehören. Als Beispiel nannte er das Rössle-Areal. Dazu sagte Fendt, dass die Stadtbaumeisterin Conny Roth nach ihrer Elternzeit mittlerweile wieder im Dienst sei. Er habe sie gebeten, die Planungen für das Rössle-Areal voranzutreiben, ergänzte Fendt.

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