1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Start in eine gute Zukunft

Illertissen

20.02.2015

Start in eine gute Zukunft

Eine Urkunde überreichte Vize-Landrat Roland Bürzle (rechts) den Absolventen mit einem Notenschnitt von 1,16 oder besser: (von links) Schulleiter Josef Petz, Martin Burkhart, Maximilian Schlander, Lisa Prünstner, Nadja Harder.
Bild: Alfred Grimm

Die Berufsschule Illertissen verabschiedet ihre Absolventen – und sie bekommen noch etwas mit für das Leben.

„Lehre macht Karriere!“ Dieses Jahresthema der IHK-Schwaben zog sich bei der Abschlussfeier und Zeugnisübergabe der Staatlichen Berufsschule Illertissen in der Schranne wie ein roter Faden durch das Programm. Die Redner wiesen darauf hin, dass die Rahmenbedingungen nach der Ausbildung heute besonders gut seien und sicherlich noch besser würden.

Schulleiter Josef Petz legte seinen Worten Friedrich Nietzsches Zitat „Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens“ zugrunde. Rückgrat bedeute unter anderem auch Halt, Stütze, Mut, Stehvermögen und Charakterstärke. Der Beruf, den die Absolventen jetzt ausüben würden, werde ihnen helfen, ihre Existenz zu sichern und genügend Geld zu verdienen, um einen bestimmten Lebensstandard zu erreichen. Aber das sei noch nicht alles. Zu einem glücklichen Leben gehöre auch Charakterstärke, um seine Interessen berechtigt und fair vertreten zu können. Petz machte den jungen Berufseinsteigern Mut, weil diese auf dem Arbeitsmarkt – auch wegen der Altersstruktur und des Fachkräftemangels – eine gute Zukunft vor sich hätten.

Der stellvertretende Schulsprecher Mustafa Cavus zitierte den verstorbenen Kampfkünstler Bruce Lee: „Der Wille gestaltet den Menschen; zum Erfolg braucht er jedoch Ruhe und Ausdauer.“ Er lobte seine Mitschüler: „Drei Jahre habt ihr gekämpft, gelernt und es letztendlich geschafft!“

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Der stellvertretende Landrat Roland Bürzle griff den eingangs zitierten IHK-Slogan auf. Lehre steht nach seinen Worten für praxisnahe und zielstrebige Ausbildung und das Zugreifen bei den richtigen Berufs- und Weiterbildungschancen. Er beglückwünschte die Absolventen zu ihrem Erfolg und er war sich sicher, dass deren Arbeitgeber ihnen die Möglichkeit zum Aufstieg und Weiterkommen einräumen würden.

Als Bürgermeister Jürgen Eisen ans Mikrofon trat, sagte er, nun sei alles schon gesagt. Er legte sein Redekonzept zur Seite und erzählte den jungen Leuten etwas aus seinem Leben. Vor 30 Jahren habe er an der Berufsschule Illertissen seine Ausbildung als Maschinenschlosser beendet. Dieser „Gesellenbrief“ nach der Lehrzeit war für ihn der wichtigste Abschluss für seine Karriere. Auf diesem Dokument baute er seine Weiterbildung und sein Studium zum Maschinenbauingenieur auf. Und heute sei er Bürgermeister der Stadt Illertissen. Dass Deutschland in der heutigen Welt eine so große Wirtschaftsmacht sei, schrieb er vor allem dem Handwerk zu. Und er wagte die Prognose, dass Lehrberufe wie Maschinenbauer und Mechatroniker in Zukunft mindestens genauso gut bezahlt sein würden wie Ingenieure mit Studium.

Zuletzt erhielten die Absolventen von Schulleiter Josef Petz, seiner Stellvertreterin Marlene Svanse und ihren Klassenlehrern ihre Zeugnisse. Besonders geehrt wurden sieben Schüler, die bei den Prüfungen überdurchschnittlich gute Leistungen erzielt hatten. Fünf von ihnen erhielten eine Urkunde der Regierung von Schwaben.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren