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Landkreis

03.05.2012

Stefan Kast ist neuer Rot-Kreuz-Chef

Stefan Kast ist seit dem 1. Mai Kreisgeschäftsführer des BRK. 
Bild: Brücken

Personalie Einstimmiges Votum für den Nachfolger von Alfred Baur. Nun soll Ruhe einkehren

Von Roland Ströbele

Der krisengeschüttele Kreisverband Neu-Ulm des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hat einen neuen Geschäftsführer: Erwartungsgemäß hat die BRK-Spitze im Landkreis Neu-Ulm Stefan Kast zum neuen Chef der Zentrale am Pfaffenweg bestimmt. Der 32-Jährige aus dem Neu-Ulmer Stadtteil Reutti soll die Hilfsorganisation mit mehr als 10000 Fördermitgliedern wieder in ruhiges Fahrwasser führen, nachdem sein Vorgänger Alfred Baur fast zwei Jahre lang für Negativschlagzeilen gesorgt hatte.

„Damit ist die schwierige Zeit für uns nun formal zu Ende, in der weniger die Arbeit des Roten Kreuzes sondern mehr die Begleiterscheinungen im Vordergrund gestanden hatten“, sagte Neu-Ulms Oberbürgergermeister Gerold Noerenberg in seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender des BRK gestern bei der Präsentation von Stefan Kast.

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Die letzten eineinhalb Jahre, die von den gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem früheren Kreisgeschäftsführer Alfred Baur überschattet waren, haben im Kreisverband Spuren hinterlassen. Die Zahl der Fördermitglieder ist von 10697 auf 10230 zurückgegangen. Allerdings wollte Gerold Noerenberg dies nicht allein auf die Vorgänge um Alfred Baur zurückführen. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass auch die Spendengelder nicht mehr in dem umfang fließen, wie zuvor. Die sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Kreisgeschäftsstelle im komissarischen Leiter Stefan Kast nur einen Geschäftsführer hatte: „Da mussten wird den Betrieb am Laufen halten und konnten nicht agieren“, sagte Noerenberg.

Nach vorliegenden Informationen ist es nicht bei allen Mitgliedern gut angekommen, dass das BRK dem früheren Geschäftsführer eine Abfindung in einer Höhe zwischen 150000 und 170000 Euro zahlen musste und dass es – wie bei Gericht bekannt wurde – im Tafelladen Neu-Ulm drunter und drüber ging.

Aus einer Vielzahl von Bewerbungen aus dem ganzen Bundesgebiet hatte eine vierköpfige Findungskommission mit Gerold Noerenberg an der Spitze in einem mehrstufigenm Auswahlverfahren vier Kandidaten in die engere Wahl genommen und davon Stefan Kast dem Kreisvorstand vorgeschlagen. Dieser wiederum hatte die Empfehlung ebenfalls einstimmig angenommen, zumal es sich bei Stefan Kast um ein „Eigengewächs“ handelt: Er hat seine berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zum Bürokaufmann beim BRK-Kreisverband in Neu-Ulm begonnen.

Kast steht vor großen Herausforderungen. Er muss in den nächsten Monaten die Öffentlichkeitsarbeit wieder intensivieren, den Schulterschluß zwischen hauptamtlichen Kräften und der ehrenamtlichen Truppe noch enger machen, die Vernetzung und Partnerschaft zu anderen Hilfsorgansationen intensivieren und die Verwendung der Fördergelder transparenter machen um wieder an mehr Spendengelder zu kommen.

Dies fällt in eine Zeit, in der das BRK vor größeren Herausforderungen steht. Einerseits fließen die Einnahmen nicht mehr so üppig wie früher, andererseits steigen die Kosten, zum Beispiel durch die hohen Spritpreise, die sich bei einer Fahrleistung von mehr als einer Million Kilometer pro Jahr allein im Fahrdienst natürlich negativ für die Kasse auswirken.

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