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Region

21.01.2020

Steht der Region im Februar ein Hochzeitsboom bevor?

Der Februar bietet sich dieses Jahr zum Heiraten an: Es gibt einfach zu merkende Daten wie den 20.2. oder den 22.2.2020. Hinzu kommen der Valentinstag und ein Schalttag.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Neben dem 20.2.2020 scheinen sich vier weitere Daten besonders zu eignen. Doch wie sieht es in der Realität aus? Wir haben uns in den Standesämtern umgehört.

Heiraten liegt in Deutschland im Trend. Das belegen Zahlen des statistischen Bundesamtes: Im Jahr 2018 gaben sich hierzulande fast 450000 Paare das Jawort und damit so viele wie seit 1992 nicht mehr (mehr als 453000 Trauungen). Viele Heiratswillige suchen sich für ihren besonderen Tag auch gerne ein besonderes Datum aus – und im Februar scheinen sich gleich fünf Termine besonders zu eignen.

Für Freunde von Zahlenspielen bieten sich drei Tage an: der 2.2.2020, der auf einen Sonntag fällt, der 20.2.2020, ein Donnerstag, und der 22.2.2020, ein Samstag. Für Romantiker ist wie jedes Jahr der Valentinstag am 14. Februar – in diesem Jahr ein Freitag – eine gute Option. Und wer es ausgefallen möchte: Im kommenden Monat besteht die seltene Chance, an einem Schalttag vor den Traualtar zu treten. Der 29. Februar 2020 fällt auf einen Samstag. Das Datum liest sich zwar nicht allzu schön, für so manchen Mann könnte es jedoch perfekt sein. Der Hochzeitstag wird nur alle vier Jahre vergessen – scherzt die Frauenwelt. Das Hochzeitsgeschenk muss nur alle vier Jahre gekauft werden – sagt der Schwabe.

Im Februar 2020 kann an einem Schalttag geheiratet werden

Generell ist der Februar jedoch neben dem Januar der unbeliebteste Hochzeitsmonat – 2018 wurden nur gut 13400 Ehen im zweiten Monat des Jahres geschlossen. Wird dieses Jahr also alles anders? Wir haben uns in einigen Standesämtern der Region umgehört.

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Illertissen: Trotz einprägsamer Zahlenspiele, Valentinstag und Schalttag ist in der Vöhlinstadt bislang nur eine einzige Trauung im Februar angemeldet. Das angehende Ehepaar hat sich mit dem 20. Februar immerhin für einen der prägnanten Termine entschieden. „Auf besondere Zahlenkombinationen wird bei uns in Illertissen offenbar nicht allzu sehr Wert gelegt“, sagt Klaus-Dieter Stöckle vom Standesamt. Insgesamt bewege sich die Zahl der Trauungen allerdings auf einem konstanten Niveau. Im vergangenen Jahr gaben sich 113 Paare in Illertissen das Jawort, 2018 waren es 123. Am beliebtesten seien die Frühjahrs- und Sommermonate: Im August wurden im vergangenen Jahr 19 Paare getraut, dahinter folgten der Mai (16) und der September (14) als am meisten gefragte Monate. Offensichtlich spekulieren also viele darauf, ihren besonderen Tag bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zu verbringen. Doch auch der Dezember ist bei Heiratswilligen in Illertissen populär (elf Trauungen im vergangenen Jahr), während Januar und Februar, Stöckle zufolge, eher gemieden werden: „Über die Gründe kann man nur spekulieren.“

Vöhringen: In Vöhringen sind bisher immerhin vier standesamtliche Trauungen im Februar angesetzt: Drei finden am 20. Februar statt, eine am Valentinstag.Im vergangenen Jahr waren es lediglich halb so viele Eheschließungen im Februar. „Er ist nun einmal kein allzu beliebter Hochzeitsmonat“, sagt Katja Zanker vom Standesamt. Insgesamt würden in Vöhringen jährlich zwischen 60 und 70 Paare getraut – seit einigen Jahren bleibe die Zahl auch dort konstant. Die gefragtesten Monate zum Heiraten sind Zanker zufolge Mai, Juni, Juli und Dezember. Doch auch andere Monate werden häufiger gebucht. Zanker nennt als Beispiel den Oktober, der früher von Paaren eher selten angefragt worden sei: „Generell verschiebt sich die Hochzeitssaison in Richtung Spätsommer und Herbst“, sagt sie.

In Altenstadt herrscht im Februar Hochzeits-Flaute

Altenstadt: Flaute herrscht hingegen in Altenstadt. Im Februar sind bisher noch keine Eheschließungen geplant. „Bei uns geht es erst später los“, sagt Brigitte Kolb vom Altenstadter Standesamt. Insgesamt geben sich in der Marktgemeinde im Jahr etwa 35 Paare das Jawort. Kolb macht ähnliche Beobachtungen wie ihre Kollegin in Vöhringen: „Inzwischen heiraten bei uns immer mehr Paare im Spätsommer.“ Der Mai sei nicht mehr der unangefochtene Hochzeitsmonat.

Weißenhorn: In Weißenhorn scheinen Paare durchaus wert auf einprägsame Daten zu legen. Sechs Eheschließungen sind im Februar angesetzt, zwei davon am 20. Februar und drei am 22. Februar. Letzterer fällt auf einen Samstag – das Weißenhorner Standesamt bietet einmal im Monat einen Trau-Samstag an: „Die werden generell sehr gut gebucht“, sagt Standesamt-Mitarbeiterin Silke Ansorge. Gegenüber anderen Monaten falle der Februar trotz der prägnanten Daten aber auch in diesem Jahr ab. Die Faschingszeit könnte dabei durchaus eine Rolle spielen, vermutet Ansorge. Der klassische Hochzeitsmonat sei hingegen der Mai, ansonsten werde in Weißenhorn auch in den Sommermonaten fleißig geheiratet.

Babenhausen: Im Fuggermarkt bleibt der Ansturm auf das Standesamt ebenfalls aus – im Februar ist wie in Altenstadt noch keine einzige Trauung angesetzt. Bisher zumindest, denn laut Standesamt-Mitarbeiter Marc Hermann komme es durchaus vor, dass Eheschließungen recht kurzfristig terminlich festgesetzt werden. „Die meisten schauen bei der Wahl des Datums aber auf das Wetter“, sagt er. Die warmen Frühjahrs- und Sommermonate würden daher bevorzugt: In Babenhausen herrscht laut Hermann von Mai bis Oktober Hochsaison, wobei in den Ferienwochen etwas weniger los sei. Im Jahr würden sich bis zu 70 Paare im Fuggermarkt das Jawort geben, 2019 waren es aber nur 58. „Es war für uns sicherlich kein Rekordjahr“, sagt Hermann. Auf Zahlenspiele würde bei der Auswahl des passenden Termins durchaus noch geachtet werden. „Bei uns drohen deswegen aber keine Terminkollisionen.“

Die Bonpflicht verärgert Händler und Kunden in der Region. Mehr dazu lesen Sie hier: Ein Bon für jedes Bonbon: Neue Pflicht verärgert Händler

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