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17.07.2010

Stützmauern lassen Straßenbau wanken

Gefährliche Stützgemäuer an der Kellmünzer Staigstraße. Foto: sar
Bild: sar

Kellmünz Die Ausbaupläne für die Kellmünzer Staigstraße sind ins Stocken geraten. Grund hierfür sind die teilweise stark sanierungsbedürftigen Stützmauern der zentralen Ortsstraße.

Der Dorferneuerungs-TG-Vorsitzende Peter Sommer machte während einer gemeinsamen Sitzung von Marktrat und der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft (TG) der Dorferneuerung deutlich, dass das Amt für ländliche Entwicklung den Straßenbau ohne ein schlüssiges Sanierungskonzept nicht weiterverfolgen wird. Im Prinzip sei in zwei Teilbereichen durch das desolate Mauerwerk der Stützmauern bereits Gefahr im Verzug. Die Möglichkeit, dass sich Teile aus einer Stützmauer herauslösen und herabfallen, besteht laut Planer Bernhard Aigster im Bereich des Parkplatzes am ehemaligen Gasthaus Staig und schräg gegenüber vom Eiskeller. Teilweise liegen die Mauersteine nicht mehr kraftschlüssig im Mörtelbett, zudem ist Feuchtigkeit vorhanden und es sind auch Mauerrisse aufgetreten. Zu beobachten sind auch starke Verformungen des betroffenen Mauerwerks. Als problematisch sah Peter Sommer auch an, dass die Stützwände die geplanten Straßenbauarbeiten unter Umständen und in Teilbereichen gar nicht mehr überstehen werden.

Bürgermeister Wolfgang Huber erläuterte, dass die Besitzverhältnisse im Hinblick auf die Stützwände bislang nicht in allen Bereichen eindeutig geklärt werden konnten. Er fügte an, dass sich der sanierungsbedürftige und einsturzgefährdete Mauerbereich am Parkplatz des ehemaligen Gasthauses zur Staig in Privatbesitz befindet. Möglich sei es, den Eigentümern die Sanierungskosten in Teilbereichen anzurechnen. Der Bürgermeister tendierte dahin, die Stützmauer in die Straßenbaumaßnahme mit aufzunehmen und die Sanierung des Mauerteils am Parkplatz dem Besitzer zu überlassen.

Diese Lösung sah Rat Gerd Kunze als ungerecht an: "Wir können nicht den Mauerbereich an der Straße fördern und den anderen Mauerbereich nicht." Georg Funke meinte, dass im Ort viele Stützmauern vorhanden sind, deren Sanierungen nicht alle gefördert werden können, und sprach sich gegen eine Kostenbeteiligung an privaten Mauerwerken aus. Bis zur nächsten Sitzung sollen Gespräche mit den Eigentümern bezüglich der Kosten der Stützmauersanierung geführt werden.

Die Diskussion ist geschlossen.

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