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Unterroth

07.11.2017

Tabaluga mitten in Unterroth

Der Kinderchor erfreute mit Szenen aus dem Musical Tabaluga.
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Der Kinderchor erfreute mit Szenen aus dem Musical Tabaluga.

Rund 80 Sänger haben mit Liedern aus 50 Jahren begeistert. Mit dabei war heuer auch ein kleiner Drache.

Nahezu jeder Zehnte in Unterroth singt – daher war es dem örtlichen Männergesangverein ein Leichtes, einen Konzertabend mit unterschiedlicher Musik zu füllen. Unter dem Motto „Ein Hoch auf die Chormusik“ boten sie bei der im Zweijahresrhythmus groß aufgezogenen Veranstaltung einen hörenswerten Querschnitt an: Hits und Songs aus 50 Jahren Musikgeschichte. Ihren drei- bis vierstimmigen Chorsätzen war das jahrelange Gesangstraining und der eingeübte Zusammenklang anzuhören. Mit 450 Besuchern war die Halle gut ausgelastet. Und die Stimmung festlich, bei der das Publikum die mit warmen Stimmen intonierten Ohrwürmer auf sich wirken ließ.

Auf der Bühne standen ein Männerchor, der Frauenchor Cantabile und der Kinderchor Happy Singstars. Dabei verteilten sich die Mitglieder etwa zu je einem Drittel auf die Ensembles, nicht selten waren ganze Familien beteiligt. Die Gesamtleitung über das „singende Unterroth“ hat seit 40 Jahren Hermann Dreier: Er ist Dirigent der beiden Erwachsenenchöre, die Kindergruppe leitet Luzia Schmid. Beim Konzert gab es instrumentale Unterstützung mit Klavier (Maria und Anna Rendle, Claudia Baumann), Querflöte (Maria Rendle), Gitarre (Meinrad Betzler) und Schlagzeug (Reinhard Bettenmann).

Den Abend eröffnete der Frauenchor mit „Ein Hoch auf das, was uns vereint“ von Andreas Bourani. Damit gab er zugleich die Programmrichtung vor: Lieder, die über das Leben erzählen, mal nachdenklich wie Nenas „Wunder geschehen“, mal optimistisch wie Udo Jürgens’ Hymne an die Zukunft „Ihr von morgen“. Die Cantabile-Sängerinnen – einst als Kinderchor begonnen und seither dem Singen verschrieben – überzeugten mit warmen Tonfarben und kräftigen Stimmen bis in hohe Lagen.

Nach ihnen übernahm der Kinderchor zusammen mit dem Drachen Tabaluga auf der „Reise zur Vernunft“ die Bühne. Mit einem Mix aus Gesang und szenischen Darstellungen des Musicals von Peter Maffay begeisterten die jungen Sänger das Publikum. Für Kontrastprogramm sorgte der Männerchor mit Klassikern seines Genres. Mit kraftvollen Stimmen boten sie den Jägerchor aus der romantischen Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber. Oder sie ließen in „Feurige Herzen, roter Wein“ (Otto Groll) Zigeunerromantik aufleben. Franz Konrad und Peter Olbrich überzeugten dabei als Tenor-Solisten. Geschickt wusste Dirigent Hermann Dreier die Chöre zu mischen: Indem Kinder- und Frauenchor den Tabaluga-Auftritt gemeinsam ausklingen ließen oder Männer und Frauen ein mitreißend akzentuiertes „Mama Loo“ von „Les Humphries Singers“ boten.

Das Programm war umfangreich, die Chöre gingen in ihrer Stimmenvielfalt auf – und die Zuhörer mit. Schnell war der Funke übergesprungen und die Sänger geizten nicht bei der Zugabe. Das Publikum dankte mit mehrfachem Applaus.

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