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Vöhringen

12.04.2015

Talentsuche an den Mittelschulen

Die Uli-Wieland-Mittelschule in Vöhringen darf im Verbund mit der Nachbarschule in Senden als eine von wenigen Schulen in Bayern an dem Modellversuch zur Suche und Förderung von Talenten teilnehmen.
Bild: Ursula Katharina Balken

Die Uli-Wieland-Schule in Vöhringen und die Werner-Ziegler-Schule in Senden bekommen Zuschlag für ein Modellprojekt.

Die Mittelschulen in Vöhringen und Senden haben von bayernweit insgesamt 24 Schulen dieser Art den Zuschlag für einen Modellversuch bekommen, mit dem besondere Talente von Schülern an diesen Bildungseinrichtungen gefördert werden sollen. Der Versuch unter dem Titel „Talente finden und fördern an der Mittelschule“ (TAFF) startet ab dem kommenden Schuljahr und ist auf vier Jahre angelegt. Die Werner-Ziegler-Mittelschule und die Uli-Wieland-Mittelschule Vöhringen nehmen als Verbund Illertal an dem Modellversuch teil.

„Aufgabe der Schule ist es, Talente zu entdecken und zu fördern“, betonten Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle und Staatssekretär Georg Eisenreich, zugleich Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildungspakt Bayern als sie gemeinsam die Schulen bekannt gaben, die sich an diesem Modellversuch beteiligen. Eisenreich unterstrich die Bedeutung der Begabten- und Talentförderung an allen Schularten als Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit.

Die ausgewählten Mittelschulen werden mit ihren Jahrgangsstufen sechs bis neun in den Modellversuch einbezogen. Die wissenschaftliche Begleitung des Schulversuchs erfolgt durch Prof. Dr. Thomas Eberle, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

„In dem Modellversuch fassen wir den Begriff des Talents bewusst weit“, so Minister Spaenle. Viele Mittelschüler hätten besondere Begabungen zum Beispiel im technischen, handwerklichen, sozialen oder musischen Bereich, die im normalen Schulalltag nicht auf den ersten Blick erkennbar seien, ergänzte Eisenreich.

Ziel des Modellversuchs ist es, die individuellen Talente von Mittelschülerinnen und -schülern zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten systematisch zu erfassen und die jungen Menschen noch gezielter zu fördern.

Schulpraktiker und Experten wirken in dem Modellversuch zusammen, um neue Konzepte der Talentsuche und Talentförderung zu erproben. Dies erfolgt im Schulalltag in vielfältiger Weise, zum Beispiel im Rahmen des Unterrichts im Ganztag, im normalen Unterricht oder als Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag.

Unterstützt wird das Vorhaben durch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Deren Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt begrüßt den Modellversuch: „Der demografische Wandel und der daraus resultierende Fachkräftemangel machen es notwendig, dass jedes Talent frühzeitig entdeckt und gefördert wird. Der Schulversuch TAFF setzt genau an diesem Punkt an. Wir schätzen die Mittelschule, weil dort neben der Wissensvermittlung auch die Stärkung der Persönlichkeit und die Berufsorientierung eine Rolle spielen.“ Dies zeige sich auch darin, dass rund ein Drittel der 2013 gestarteten Auszubildenden in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie einen Mittelschulabschluss hätten und somit einen zentralen Pfeiler für die Nachwuchssicherung bilde. 

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