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12.03.2009

Technikfixiert? Nein, danke!

Landkreis Der Großteil der Jugendlichen in Deutschland findet Handy und Internet wichtiger als Freunde und Auto - ein starkes Stück, was der Branchenverband Bitkom da mit seiner Studie herausgefunden haben will. Ob die Jugend in dieses Klischee passt? K!ar.Text hat sich erkundigt.

VON ANJA LACHENMAYER

Die Studie behauptet: 84 Prozent der 14- bis 29-Jährigen halten ein Leben ohne Internet für "undenkbar". Ohne Handy hielten es sogar 97 Prozent nicht aus. Auf Partner oder Freunde verzichten könnten dagegen 67 Prozent.

Die Antwort auf die Studie: eine eigene Befragung

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Es ist Zeit, diesem dramatischen Ergebnis die Stirn zu bieten. Auf was könnten die Jugendlichen in der Region am ehesten verzichten: Freunde, Auto, Handy oder Internet?

"Auf meinen Freund würde ich auf keinen Fall verzichten", sagt Melanie aus Babenhausen sofort. Die 21-Jährige hofft stark, dass ihr Partner genauso antworten würde. "Auf das Auto könnte ich schon eher verzichten, weil ich momentan erlebe, dass es auch ohne geht. Obwohl - zur Arbeit muss ich natürlich auch irgendwie kommen", überlegt sie. "Wahrscheinlich würde ich aufs Internet verzichten. Aber auf meine Freunde? Niemals."

Steffi, 22, sieht das ähnlich: "Auf das Auto ist man eben angewiesen. Ich würde weder auf meinen Freund noch auf mein Auto verzichten." Ihr Freund Christoph ist da anderer Meinung: "Wahrscheinlich würde ich auf meine Freundin verzichten ... Aua!" Tja, das hört die wohl nicht so gerne. Christoph, 23, lenkt ein: "O.k., natürlich nicht. Aber auf mein Auto sicher auch nicht, das ist ganz neu." Nach einigem Abwägen sind die beiden ziemlich sicher, am ehesten ohne Internet klarzukommen. Denn vor ein paar Jahren ging es ja auch noch ohne.

"Oh Gott - kein Internet", entsetzt sich Melanie, 23, aus Illertissen hingegen. "Ich will gar nicht dran denken! Mein Auto ist auch notwendig und das Handy sogar lebensnotwendig", meint sie. Dann stehen also ihre Freunde hinten an? "Auf die könnte ich nie verzichten! Aber man muss sie schon erreichen können. Aufs Fernsehen könnte ich zum Beispiel leichter verzichten." Sie schlägt sich schließlich auf die Seite der kläglichen drei Prozent, die das Handy entbehren würden. "Es gibt ja noch Telefonzellen und das Festnetz. Mit vielen Freunden chatte ich auch."

Fazit: Handy steht weit vorne, Freunde aber an erster Stelle

Das Fazit unserer "Anti-Studie": Das Handy hat schon einen ganz schönen Alpha-Status inne, trotzdem stehen bei allen Befragten die Freunde immer noch an erster Stelle. Auf ihr Auto sind viele angewiesen und das Internet scheint reiner Luxus zu sein, den man zur Not entbehren kann. Zumindest die Jugend in der Gegend scheint also noch nicht wehrlos der Technik verfallen zu sein.

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