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22.10.2011

Telefon mit wechselndem Wohnsitz

Wie der Fernsprecher aufs Land kam

Osterberg Als die Gemeinde Osterberg 1904 ihr erstes öffentliches Telefon bekam, waren diesem lange wechselhafte „Wohnverhältnisse“ beschieden, abhängig vom Zuhause des jeweiligen Postbeamten.

In der Ortschronik ist der Anschluss ans allgemeine Fernsprechnetz wie folgt vermerkt: „Die erste öffentliche Telefonzelle in Osterberg wird am 12. Juni 1904 vom königlichen Oberpostamt in Augsburg als Poststelle beim Bürgermeisteramt Josef Zech genehmigt.“

Dort blieb sie bis 1907 bei seinem Sohn Otto Zech. Dann wechselten Poststelle, Postverteilerstelle und somit die „öffentliche Telefonzelle“ jeweils in die Wohnungen der zuständigen Postbeamten. Öffentlich telefoniert wurde in den darauf folgenden Jahren bei den Familien Jörg, Büchele, Gapp und Keppeler.

Betty Keppeler (87), die Ehemann Meinrad bei seinem Postdienst unterstützte, erinnert sich: „Von 1962 bis 1981 befand sich das öffentliche Telefon in unserem Haus in einer Nische zwischen Post und Küche“. Das Telefon habe stets zur Verfügung gestanden, nachts wurde geklopft oder geläutet und abgerechnet in der Poststelle nebenan. Klar, dass Gespräche auch mal laut oder amüsant verliefen. Die alte Dame, jetzt in Kempten, könnte viel darüber erzählen, tut es aber nicht, wie Resi Högg aus Osterberg, die den Kontakt hergestellt hat, weiß.

Auch sie kann in Osterberger „Post- und Telefonangelegenheiten“ mitreden: „Als die Post 1981 ins Lebensmittelgeschäft Zanker umzog, war das Telefon schon nicht mehr dabei, sondern kam in einer echten Telefonzelle am Kindergarten unter, wo es heute noch ist. (lor)

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