Chöre

30.12.2015

Tolles Mitmach-Konzert

Beim Weihnachtssingen in der Illertisser Pfarrkirche traten auch Kammerchor und Realschüler gemeinsam auf. Die Gesamtleitung hatte Kirchenmusiker Markus Hubert.
Bild: R. Langhans

Weihnachtssingen für Semi-Profis, Schüler und Publikum in der Illertisser Stadtpfarrkirche

Wenn Besucher einer voll besetzten Kirche ihre Stimmen erheben, klingt das imposant. Dieses, aber auch mehrstimmige Choralsätze, Motetten und internationales Liedgut waren beim Weihnachtssingen am zweiten Feiertag in der Stadtpfarrkirche in Illertissen zu erleben. Dass die Kirche bestens besucht war, mag am Programm-Mix mit Beiträgen von Kammerchor, Realschul-Chorklasse und Weihnachtsliedern zum Mitsingen für jedermann gelegen haben. Auch der Eintritt war frei.

Das Konzert eröffnete der Kammerchor mit der mehrstimmig gesungenen Motette „Machet die Tore weit“ (Andreas Hammerschmidt), dann folgte mit „Nun freut euch, ihr Christen“ aus dem „Gotteslob“ ein Lied für alle. Darauf brillierte wieder der Kammerchor mit seinem Repertoire. Etwa bei „Leise, leise in der Nacht“ des lettischen Komponisten Romuald Jermack, dem hell erklingenden bretonischen Weihnachtslied „Entre le boeuf et l’âne gris“ oder „In The Bleak Midwinter“ von Gustav Holst aus England.

Kunstvoll und festlich erklang das englische Weihnachtslied „Joy to the World”, ein Arrangement des zeitgenössischen Komponisten Vytautas Mikinis aus Litauen. Dabei setzten die Stimmen nacheinander kanonartig ein, bildeten ein Klanggeflecht, ließen Töne liegen oder traten in Stimmgruppen auf. Der Kammerchor präsentierte mit dem Hymnus einen künstlerischen Höhepunkt der Veranstaltung. Ein anderer war geboten mit dem sphärisch anmutenden „Lux aurumque“ (deutsch: Licht und Gold) des US-amerikanischen Komponisten Eric Whitacre. Bei der zeitgenössischen Komposition auf ein lateinisches Gedicht schienen sich Stimmen und Akkorde im Raum aufzulösen. „Verschwebendes Schweigen“, nannte es Kaplan Michael Ehrle und trug dazu den bewegenden Text „Ich wollt, dass ich daheime wär“ (Heinrich von Laufenberg, 1390- 1460) vor. Überaus stimmungsvoll gelang das gemeinsam von Kammerchor und Johannes-von-La Salle-Schülern vorgetragene „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Beide Chöre (die Kinder mit Traditionals wie dem russischen „Lauschet, höret die Stille“) und das Publikum wechselten sich ab. Instrumental ergänzten Truhenorgel und Blockflöte (Rosi Gold sehr schön bei „Puer natus“ mit Kammerchor).

Das Mitmach-Konzert war gelungen, der große Applaus galt gewiss auch der originellen Idee von Kirchenmusiker Markus Hubert: Diese war, Kammerchorsänger, Schüler und Publikum, einfach alle, die gerne singen, abwechslungsreich in ein Chorkonzert einzubinden.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_0273(1)(1).tif
Illertissen

Gezerre um das Friedensläuten in Illertissen

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen