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Altenstadt

20.12.2020

Traditionen neu aufgerollt: Alternative Krippen in Altenstadt und Kellmünz

Das Geschehen von Weihnachten zeigt die Krippe der Familie von Andreas und Eva Maria Karletshofer. An der vierten Station des Illereicher Krippenweges wird sie zu sehen sein.

Plus Lieb gewonnene Traditionen wie das Krippenspiel kann es dieses Jahr nicht geben. Doch es gibt Alternativen: Zum Beispiel in Illereichen, Altenstadt und Kellmünz.

Der Weg von Maria und Josef nach Betlehem, ihre Herbergssuche, die Geburt Jesu im Stall, das Erscheinen der Engel, der Besuch der Hirten und auch das Auftreten der Könige aus dem Morgenland ist die Geschichte von Weihnachten. Krippenspiele, die das Geschehen nachstellen, sind lieb gewordene Traditionen rund um das Fest. Heuer können coronabedingt solche Veranstaltungen im gewohnten Rahmen nicht stattfinden. In verschiedenen Orten der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt gibt es mit einem jeweils eigens erstellten Stationenweg dafür schöne Alternativen. Sie alle finden im Freien statt und sind coronakonform organisiert.

In Illereichen gibt es zwischen Weihnachten und Silvester einen Krippenweg

In Illereichen wird zwischen Weihnachten und Silvester ein Krippenweg entstehen. Entlang von fünf Stationen können sich die Besucher auf die Spuren von Maria, Josef und dem Jesuskind machen. „Alt und Jung sind herzlich dazu eingeladen, den circa zwei Kilometer langen Illereicher Krippenweg zu besuchen“, sagt Andreas Karletshofer. Karletshofer ist Kirchenpfleger der Pfarrkirchenstiftung Zum Guten Hirten und zudem Kirchenmusiker.

Er hatte die Idee dazu und auch die Organisation liegt in seinen Händen. Um den Weg realisieren zu können, hat er Unterstützer gefunden, die vor ihrem Haus eine Station aufbauen und entsprechend schmücken. „Dort wartet immer ein Teil der Weihnachtsgeschichte, natürlich frei erzählt“, verrät er. Zudem wird es jeweils ein bekanntes Weihnachtslied zum Anhören geben und auch für den Weg zur nächsten Station ist Musik geplant.

In Altenstadt wird ein weihnachtlicher Stationenweg organisiert

Eigens dafür aufgenommener Gesang und die Klavierbegleitung kommen dann aus dem Hause des Kirchenmusikers. Die Familie Karletshofer gestaltet zudem die vierte Station. Dort wird ihre Krippe zu bewundern sein. Der Weg selbst beginnt in der Moltkestraße, geht zum Reuterweg und dann in westlicher Richtung, entlang mehrerer Straßen und Wege bis zur Marktstraße. Er endet am Kirchplatz beziehungsweise der Kirche. Sollten freiwillige Spenden eingehen, so kämen diese der Krippe in der Illereicher Kirche zugute, sagt der Initiator.

Auch in Altenstadt gibt es für dieses außergewöhnliche Weihnachten etwas Besonderes. „Dieses Jahr feiern wir Heiligabend mit den Kindern und Familien nicht wie gewohnt in einer Kinderkrippenfeier“, erklärt Sandra Mayerhofer vom Familiengottesdienst-Team der Pfarrei. Zusammen mit Janike Wetzel, dem Gemeindereferent Thomas Kränzle und der Gemeindepraktikantin Sandra Reichenberger haben sie ebenfalls einen Stationenweg organisiert.

Sandra Mayerhofer (rechts) und Janike Wetzel freuen sich über eines der gestalteten Fenster für den Krippenweg in Altenstadt.

Beim Kellmünzer Stationenweg können die Kinder ein Licht mitnehmen

Dieser kann am Nachmittag des 24. von den Familien begangen werden. Die rund 700 Meter lange Strecke beginnt am Marktplatz beim Haus Elfriede, Richtung Raiffeisenbank und durch das Gässle zurück zur Kirche. Auf der Strecke gibt es vier belebte Stationen, gestaltete Fenster und einen Lichterweg. Es werden Lieder abgespielt sowie Texte vorgetragen. Auch ein Herbergsspiel wird zu sehen sein. Das Wichtigste kommt dann zum Schluss: „Am Ende wartet Jesus in der Krippe auf die Familien“, so Mayerhofer.

Der Fußweg vom Pfarrhof hoch zur Kirche gehört mit zum Kellmünzer „Weg zur Krippe“.

Beim Kellmünzer Stationenweg können die Buben und Mädchen am Schluss ein Licht mit nach Hause nehmen. Das verrät Janita Zanker, die mit Kathrin Probst und Melanie Winkler einen „Weg zur Krippe“ gestalten wird. Unter anderem an Heiligabend kann die Strecke von 12 bis 15 Uhr begangen werden. Das für die Kinder oft lange Warten auf die Bescherung werde so auch kürzer, meint Zanker. Der Weg beginnt am Pfarrhof. In sechs Stationen wird dann anhand eines Bilderbuches die klassische Weihnachtsgeschichte bildlich dargestellt. Mittels QR-Code und Smartphone kann der Text auch angehört werden. Das Ziel ist die Kirche. Dort liegt dann das kleine Weihnachtslicht bereit, dass in dieser besonderen Zeit leuchten soll.

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