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04.06.2009

Trend zur späten Mutterschaft

Landkreis Ein Kind mit 40? Nichts Ungewöhnliches mehr. Die Lebensentwürfe junger Frauen sind heute ganz andere als noch vor zwei Jahrzehnten. Mit der Folge, dass die Geburtenzahlen sinken und die Erstgebärenden immer älter werden. Dieser Trend zur "späten Mutterschaft" ist auch im Landkreis Neu-Ulm zu beobachten. Mittlerweile sind hier rund 21,7 Prozent aller Gebärenden 35 Jahre und älter.

Das geht aus Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung hervor. Im regionalen Vergleich landete man damit übrigens im Mittelfeld auf Platz 39.

Es hat sich einiges verändert in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Bayernweit wurden im Jahr 2007 noch 106 870 Kinder geboren. Damit ist die Geburtenzahl trotz der Bevölkerungszunahme deutlich niedriger als 20 Jahre zuvor. Denn während die Bevölkerung seit dem Jahr 1987 um rund 1,6 Millionen Einwohner gewachsen ist (ein Plus von 14 Prozent), sind die Geburtenzahlen seit damals um rund 12 750 gesunken (minus 11 Prozent). Verändert hat sich auch das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt eines Kindes, haben die Statistiker herausgefiltert: Es kletterte in den vergangenen zwei Jahrzehnten von 28,2 auf nunmehr knapp 31 Jahre."

Hatten 1987 nur knapp 9 Prozent der Neugeborenen in Bayern eine Mutter, die 35 Jahre und älter war, traf dies zehn Jahre später auf 15 Prozent zu und im Jahr 2007 bereits auf 24 Prozent. Somit hat sich der Trend zur "späten Mutterschaft" in den letzten Jahren beschleunigt.

Trend zur späten Mutterschaft

Speziell bei den 'älteren Müttern' hat sich dieser Trend in den letzten Jahren noch verstärkt. Denn vor zwanzig Jahren hatten lediglich 1,4 Prozent der Neugeborenen eine Mutter, welche die 40 schon überschritten hatte.

Ein Jahrzehnt später waren es bereits 2 Prozent und im Jahr 2007 gut 4 Prozent. Hier im Landkreis Neu-Ulm liegt der Anteil der über 40-jährigen Mütter momentan bei 3,5 Prozent, also etwas unter dem landesweiten Durchschnitt von 4 Prozent.

Im Landkreis Neu-Ulm kamen im Jahr 2007 insgesamt 1437 Kinder zur Welt. Rund 21,7 Prozent der Gebärenden waren dabei 35 Jahre und älter. Das ist Rang 39 unter den 96 Stadt- und Landkreisen Bayerns.

Die späte Mutterschaft ist vor allem ein Familiengründungsmuster hoch qualifizierter Frauen, bestätigen Studien. Deshalb ist auch meist dort der Anteil der Spätgebärenden am höchsten, wo auch die höchste Akademikerinnendichte unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu finden ist. Die unterschiedlichen Ausbildungsniveaus der Mütter sind zugleich die Ursache für die großen regionalen Abweichungen.

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