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17.06.2009

Trotz Krise: Menschen lassen sich Urlaub nicht nehmen

Landkreis Kurzarbeit, Insolvenz, Personalabbau: Die schlechten Nachrichten zur Wirtschaftskrise überhäufen sich fast täglich. Da hilft nur eines: Abschalten. Am Besten unter Palmen und mit Meeresrauschen. Das denken sich auch viele Menschen in der Region und gehen ins Reisebüro. Wie eine stichprobenartige Umfrage der Illertisser Zeitung ergab, wird auch heuer kaum weniger gebucht als sonst.

"Der Urlaub hat einen großen Stellenwert bei den Leuten", glaubt Volker Selzer, Büro- und Touristikleiter des Reisebüros Honold in Neu-Ulm. Viele würden speziell auf eine Reise sparen. "Wenn die Menschen nicht mehr in den Urlaub fahren, dann geht's ihnen richtig schlecht", glaubt Selzer.

Der Trend aber gehe weg von der klassischen "Drei-Wochen-Urlaubsreise". Diese Tendenz bestehe aber schon seit Jahren - und habe mit der Wirtschaftskrise kaum etwas zu tun. "Die Menschen fahren lieber häufiger und kürzer weg", so Selzer.

Spanien, Griechenland und Türkei bleiben Spitzenreiter

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Am beliebtesten seien immer noch die traditionellen Urlaubsländer wie Spanien, Griechenland oder die Türkei - das bestätigen auch die anderen befragten Reisebüros. Das Problem in diesem Sommer: Viele Reiseveranstalter haben aus wirtschaftlichen Gründen Flugkapazitäten reduziert und teilweise Flüge zusammengelegt. "An manchen Terminen gibt es Probleme, einen Flug zu bekommen", sagt Selzer.

Charterflüge werden durch Linienflieger ersetzt

Teilweise werden die begrenzten Plätze im Charterflieger durch Linienflüge ausgeglichen - aber die kämen den Urlauber in der Regel teuerer, meint Ernst Haag, Inhaber des Holiday-Land-Reisebüros in Illertissen. Sommerreisen seien sehr gut gebucht. "Einen minimalen Rückgang gibt es nur bei Familien im unteren Einkommensbereich", sagt Haag.

"Viele warten noch auf gute Schnäppchen", glaubt Karin Wolfgram vom Reisebüro Ehrmann in Babenhausen. Vor allem durch Kurzarbeit habe sich bei einigen Kunden finanziell und terminlich einiges geändert. Die Folge: Buchungsabsichten wurden nicht realisiert oder Buchungen wieder storniert - vor allem Familien und junge Leute seien betroffen, so Wolfgram.

Ganz geht die Wirtschaftskrise dann doch nicht an den Reisenden vorbei: Viele Kunden würden auf den Preis schauen, besonders Familien, sagt auch Ursula Vogel, Inhaberin des City Reisebüros in Vöhringen. "Doch auf Urlaub verzichtet man erst ganz am Schluss."

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