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12.04.2014

„Übergangsstimmung“ im Gemeinderat

Wie schaut die Wasserversorgung in Kettershausen in der Zukunft aus? Dieses Thema wird auch den neuen Gemeinderat zukünftig beschäftigen. Das Bild entstand bei der Kirche in Kettershausen.
Bild: Zita Schmid

In der letzten Sitzung wurde noch einmal das Thema Trinkwasserversorgung eingeschenkt.

Die letzte Sitzung des scheidenden Gemeinderats von Kettershausen war bestimmt von wichtigen Themen und vielen Zuhörern. Auch die zukünftige Bürgermeisterin Susanne Schewetzky sowie beinahe der komplette neue Gemeinderat waren als Gäste anwesend.

Der Zweite Bürgermeister Clemens Winter leitete die Sitzung für die erkrankte Bürgermeisterin Gabriele Janowsky. Ansonsten war das noch amtierende Gremium vollständig vertreten. Mit Clemens Winter und Marianne Rugel werden nur noch zwei der jetzigen Räte in den neuen Gemeinderat einziehen.

Geprägt von einer „Übergangsstimmung“ könnte man diese Sitzung umschreiben, denn vielen der Mandatsträger war es offensichtlich ein Verlangen, dem zukünftigen Gremium möglichst viel ihres angeeigneten Wissens mit auf den Weg zu geben.

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Einen Rückblick zum Thema „Zweites Standbein Wasserversorgung“ gab Andreas Stiegeler: Durch das Ablaufen der wasserrechtlichen Genehmigung des bestehenden, einzigen Tiefbrunnens zum Ende des Jahres 2011 und der Auflage, diesen zu regenerieren, wurde deutlich, dass die Gemeinde ein zweites Standbein für ihre Trinkwasserversorgung benötigt. Es folgten Untersuchungen der Quellen im Bebenhauser Wald, die ein ausreichendes Wasseraufkommen sowie eine hervorragende Qualität bescheinigten. Eine solche Erschließung würde geschätzte Kosten von gut einer Million Euro verursachen, meinte Stiegeler.

Als weitere Möglichkeit wurde eine Verbundleitung mit einer anderen Kommune – im speziellen mit Babenhausen, angedacht. Als dritte Alternative ergab sich die Option, einen zweiten Tiefbrunnen in unmittelbarer Nähe des jetzigen zu bohren. Geschätzte Kosten wohl rund 400000 Euro. Dort könnten die bestehenden Versorgungseinrichtungen auch für den neuen Brunnen verwendet werden, sagte Wasserwart Artur Seidl. Probleme sah er in einer Verbundleitung, da dort das Wasser stetig in Bewegung bleiben und zwischen den Gemeinden ausgetauscht werden müsse. Marianne Rugel sprach sich für eine Befragung der Bürger in dieser Sache aus. Das qualitativ hochwertige Wasser aus Bebenhausen solle nicht aufgrund der hohen Kosten den Bürgern von vorneherein verwehrt bleiben.

Den Einwand von Paul Gottner, dass Quellwasser gegenüber dem Nass aus einem Tiefbrunnen eher das Risiko von Verunreinigungen birgt, widersprach Seidl. Dies sei bei einer modernen Erschließung ausgeschlossen. Ein Beschluss über das weitere Vorgehen war nicht vorgesehen. Ferner steht noch das Ergebnis einer in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie aus. Mit den Worten „Wir brauchen zunächst Fakten und Zahlen“, verwies Winter das Thema an den neuen Gemeinderat. Die wasserrechtliche Genehmigung selber wurde 2011 um drei Jahre verlängert und läuft zum 31.12.2014 aus. (zisc)

 

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