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Umwelt

03.05.2014

Umwelt auf den Weg gebracht

Durch kräftiges Strampeln auf den in Kooperation von Anton-Fugger-Realschule und Jugendbildungsstätte entwickelten Energiefahrrädern konnte man mehr oder weniger Wasserstoff erzeugen.
Bild: Claudia Bader

Energielehrpfad eröffnet. Ausgangspunkt ist die Babenhauser Realschule

„Fertig – los“: Auf Kommando von Schülersprecher Maximilian Nepp enthüllten Direktor Martin Rister, Staatsminister Franz Pschierer und Landrat Hans-Joachim Weirather im Beisein von Landtagsabgeordnetem Klaus Holetschek, Jubi-Leiter Michael Sell und Bürgermeister Otto Göppel die im Eingangsbereich der Anton-Fugger-Realschule aufgestellte Tafel. Sie weist auf das neue Realschulgebäude als Startpunkt des Energielehrpfads hin. Unverzüglich machten sich alle 23 Realschulklassen auf, um im Rahmen ihres Wandertags die 8,4 Kilometer lange Strecke zu erkunden.

Zuvor hatte Architekt Jochen Schurr in einem detaillierten Vortrag Funktionsweise und Vorteile des im Passivhausstandard errichteten neuen Realschulgebäudes erläutert. Es bildet die erste von bisher sieben Stationen des Energiepfads, den Realschüler unter dem Leitgedanken „Der Weg ist das Ziel“ im Rahmen eines Projekts zum Thema Energie festgelegt haben (IZ berichtete). Die Route führt an mehreren Stationen, zum Beispiel an einer Photovoltaikanlage, dem Windrad und einem Wasserrad, vorbei.

Mit der Enthüllung eines Aquariums sowie zweier Aquaterrarien wartete in der Aula bereits ein weiterer Höhepunkt auf die Ehrengäste. Die lehrreichen Anschauungsobjekte wurden mithilfe des Fischereiverbands Schwaben entwickelt sowie mit Unterstützung von Landrat Hans-Joachim Weirather und der Babenhauser Firmen Rothdach und aquaristic.net verwirklicht. Unter Leitung von Biologielehrer Gabriel Schmieder und mit Unterstützung von Lehrerin Sabine Reiser haben Schüler das Aquarium ausschließlich mit heimischen Fischen, zum Beispiel Schleien, Elritzen, Bitterlingen, Moderlieschen und Stichlingen, bestückt. In den Aquaterrarien können zwischen Seerosen und Wasserpest auch Teichmuscheln bewundert werden. Sie filtern das Wasser und bilden gleichzeitig den idealen Platz, in dem die kleinen Karpfenfischchen Bitterlinge ihre Eier ablegen können, erklärten Schüler. Außerdem findet man im Aquaterrarium Bergmolche, Kaulquappen sowie Köcherfliegen- und Libellenlarven. Grundidee sei es, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie wichtig der heimische Lebensraum Wasser und Gewässer ist, verdeutlichte der Fischereiberater des Bezirks Schwaben, Oliver Born. Und schon hieß es, kräftig in die Pedale zu treten. Als Zeichen der Kooperation mit den Babenhauser Schulen sind in der örtlichen Jugendbildungsstätte Spezialfahrräder umgebaut worden, die Energie greifbar machen. Durch kräftiges Strampeln auf den besonderen Rädern entwickelt sich Wasserstoff. Mit zwei Millilitern davon könne zum Beispiel eine Leselampe zwei Sekunden oder ein WLAN-Router eine Sekunde lang betrieben werden, erklärte Realschullehrer Ludwig Endres. Um ein Handy für 2,5 Sekunden funktionsbereit zu halten, müssen sieben Milliliter Wasserstoff „erstrampelt“ werden.

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