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Kellmünz

15.11.2017

Unermüdlich im Einsatz für andere

Elfriede Bertle ist es wichtig, sozial engagiert zu sein.
Bild: Armin Schmid

Elfriede Bertele aus Kellmünz ist 85 Jahre alt und in vielen Bereichen engagiert. Warum sie auch im hohen Alter nicht ans Aufhören denkt.

Dass sich Senioren im Rentenalter sozial engagieren, ist nichts Ungewöhnliches. Dass dies auch bis ins hohe Alter möglich ist, zeigt die Kellmünzerin Elfriede Bertele. Waisenkinder in Rumänien unterstützen oder für die Pfarrgemeinde an Geburtstagen Jubilare besuchen, bildet nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was Bertele an sozialem Engagement leistet. „Ich brauche das, ich würde das wieder so machen“, betont die 85-Jährige.

Die Auflistung dessen, was Bertele in Kellmünz geleistet hat, ist lang: Die Seniorin war mehr als 60 Jahre Mitglied im örtlichen Kirchenchor, war zwölf Jahre aktiv im Pfarrgemeinderat tätig, engagierte sich in den 50er- und 60er-Jahren als Ortsbäuerin und war auch lange Jahre im Vorstand des Verbands Landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen tätig. Dort habe sie auch den Staatsminister a. D. Josef Miller näher kennengelernt. „Der war damals Schriftführer im Verband der Fachschulabsolventen“, erinnert sich die Kellmünzerin heute.

Aber auch die poetische Ader der passionierten Heimatdichterin verschönte regelmäßig die Veranstaltungen in der Gemeinde. Ob Waldweihnacht, Seniorenadventsfeier oder Pfarrfamilienabend: Elfriede Bertele hat immer die passende, gereimte Botschaft für den jeweiligen Anlass parat. Eine Augenerkrankung schränkt die poetische Ader der passionierten Dichterin derzeit leider etwas ein.

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Im Pfarrgemeinderat arbeitete die Kellmünzerin bis zur Gründung der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt in der Pfarrbrief-Redaktion, die für die Erstellung der kirchlichen Nachrichten zuständig war, mit. Auch heute ist die engagierte Christin noch für die Pfarrgemeinde aktiv und besucht an Geburtstagen die Jubilare im Ort.

Aber noch etwas anderes liegt der Seniorin besonders am Herzen: die Rumänienhilfe. „Die Not und die Armut in Rumänien sind unvorstellbar groß“, sagt Bertele. Seit zwei Jahrzehnten organisiert sie Hilfslieferungen für ein rumänisches Waisenheim mit Lungensanatorium. Jahrelang hat sie die 4000 Kilometer lange, beschwerliche Reise selbst auf sich genommen um Hilfsgüter wie Medikamente, Schulbedarf und Haushaltsgeräte nach Rumänien zu bringen.

Auch vor kurzem hat Bertele wieder eine Hilfslieferung organisiert. Und damit soll auch in Zukunft nicht Schluss sein. Im Jahr 2006 ist sie für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden. „Ich habe immer gerne organisiert und mag dieses Engagement, weil ich so auch mit vielen Leuten zusammenkomme“, betont Bertele, deren Wunsch es ist, so lange wie möglich mobil zu bleiben und sich für die Gemeinschaft einzusetzen.

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