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09.05.2020

Unerwartetes Ende einer Unfallaufnahme

Polizei wollte in Tiefenbach Wildunfall aufnehmen

Eigentlich wollten die Polizisten nur einen Wildunfall bei Tiefenbach aufnehmen. Doch dann sorgte ein unbeteiligter Fahrradfahrer vor Ort für Wirbel. Was passiert ist: Laut Polizei fuhr eine 22-jährige Autofahrerin am späten Donnerstagabend auf der Kreisstraße NU9 von Emershofen in Richtung Tiefenbach. Kurz vor der Ortseinfahrt querte ein Reh die Fahrbahn und es kam zur Kollision. Die Fahrerin wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die verständigten Polizisten mussten das Reh durch einen Schuss von seinen Leiden erlösen.

Während der Unfallaufnahme kam dann ein völlig unbeteiligter Fahrradfahrer an der Unfallstelle vorbei. Er hielt an und fragte einen Beamten, ob dieser einen Unfall aufnehme oder ob das polizeiliche Willkür sei. Als der Polizist ihn nach seinem Ausweis fragte, versuchte der 42-jährige Radfahrer zu fliehen. Er wurde jedoch gestellt. Da sich der Mann zur Wehr setzte, mussten laut Polizeibericht „Zwangsmaßnahmen angewendet werden“. Ein Beamter wurde leicht verletzt.

Es stellte sich heraus, dass der Radfahrer stark alkoholisiert war. Ein Test zeigte einen Wert von mehr als 1,6 Promille an. Der Mann musste deshalb für eine Blutentnahme mit zur Polizeidienststelle. Dort beleidigte er die Beamten mit diversen Kraftausdrücken und abfälligen Bemerkungen.

Der 42-Jährige wird sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr, Körperverletzung, Beleidigung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte strafrechtlich verantworten müssen. (az)

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