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Unterallgäu/Babenhausen
26.11.2021

Förderpreis für Seniorenprojekte: Babenhauser Initiative ist unter den Preisträgern

Im Unterallgäu wurden nun Projekte für Senioren prämiert. Ein Preis ging nach Babenhausen.
Foto: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Der Landkreis Unterallgäu vergibt alle zwei Jahre einen Förderpreis für vorbildhafte Seniorenprojekte. Welchen Platz die Babenhauser Initiative "BuS" erreicht hat.

Wenn der Landkreis Unterallgäu alle zwei Jahre seinen Förderpreis für vorbildhafte Seniorenprojekte verleiht, lädt er zu einem großen Empfang. Zumindest war das bei den vergangenen vier Preisverleihungen so. Die Fünfte fand aufgrund der Corona-Lage im ganz kleinen Rahmen statt. "Aber wir wollen uns an dem freuen, was möglich ist", sagte Landrat Alex Eder bei der Begrüßung. Den ersten Platz belegte die Gemeinde Rammingen mit der Nachbarschaftshilfe "SoS - Sei ohne Sorge". Der zweite Preis ging an die Seniorengemeinschaft Babenhausen-Unterallgäu mit ihrer Initiative "Bürger unterstützen Senioren". Auf Platz drei schaffte es die Gemeinde Wolfertschwenden mit ihrem Mittagstisch "In G’sellschaft schmeckt’s besser". Was diese Projekte auszeichnet.

Den zweiten Förderpreis für vorbildhafte Projekte in der Seniorenarbeit erhielt die Seniorengemeinschaft Babenhausen-Unterallgäu mit ihrem Projekt "Bürger unterstützen Senioren".
Foto: Eva Büchele/Landratsamt

"Sie und all ihre Helferinnen und Helfer machen das Leben in unseren Gemeinden lebenswerter", lobte Landrat Eder. Hubert Plepla, Koordinator des Seniorenkonzepts am Landratsamt Unterallgäu, regte zum Nachdenken über das Altwerden an: "Zeitlich gesehen altern wir alle gleich schnell - doch die Qualität ist individuell." Insbesondere das nahe Umfeld wirke sich auf die Qualität des Alterns aus: 2Denn unser Bewegungsradius wird im Alter kleiner." So seien die Projekte in der eigenen Gemeinde, im eigenen Viertel, im eigenen Quartier von besonderer Bedeutung. Solche Projekte, gewachsen aus dem Seniorenkonzept des Landkreises, gibt es im Unterallgäu viele.

Senioreninitiative aus Babenhausen hat schon 2015 Preis gewonnen

Wie schwer der Jury die Auswahl unter den eingereichten Projekten gefallen ist, erläuterte Plepla humorvoll während einer Bälle-Jonglage. Dabei erklärte er, wie die Jury die Projekte sortierte, sich immer wieder fokussierte, wie alles durcheinandergewirbelt und dann doch wieder in geordnete Bahnen gelenkt wurde. Alles drehte sich im Kreis - bis die Preisträger feststanden.

  • Erster Preis: Das Projekt "SoS - Sei ohne Sorge! Die Ramminger Nachbarschaftshilfe und Betreuungsgruppe" entstand aus der Quartiersentwicklung heraus. Inzwischen engagieren sich mehr als 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, leisten zum Beispiel Nachbarschaftshilfe, es gibt eine Handysprechstunde, Sitztanz und einen Sozialfonds.
  • Zweiter Preis: Mit ihrem Projekt "Bürger unterstützen Senioren" war die Seniorengemeinschaft Babenhausen-Unterallgäu die erste Nachbarschaftshilfe im Landkreis. Die Ehrenamtlichen unterstützen nicht nur beim Einkaufen und im Haushalt, es gibt auch einen Fahrdienst für Senioren. Auch während des Lockdowns war das Team unermüdlich im Einsatz. An Weihnachten sorgt die Initiative für gewöhnlich dafür, dass niemand allein feiern muss. 2015 hat "BuS" schon einmal den ersten Platz des Förderpreises gewonnen. Wie Vorsitzender Manfred Lingens im Vorfeld der Verleihung sagte, werde das Preisgeld je zur Hälfte an den Sozialfonds für notleidende Menschen sowie in die Vereinskasse fließen, aus der sämtliche Unkosten bestritten werden.
  • Dritter Preis: Der Mittagstisch "In G’sellschaft schmeckt’s besser" der Gemeinde Wolfertschwenden ist ein Treffpunkt. Beim gemeinsamen Mittagessen wird der Zusammenhalt gestärkt und eine achtsame, sorgende Gemeinschaft ist entstanden. Während des Lockdowns wurde Mittagessen geliefert.

Mit dem Förderpreis ausgezeichnet werden laut Landratsamt bürgerschaftliche und gemeinnützige Projekte, die den sozialen Raum für ältere Menschen erfolgreich gestalten und dadurch die Lebensbedingungen für Seniorinnen und Senioren in der jeweiligen Kommune verbessern. Die zehnköpfige Jury besteht aus Mitgliedern des Unterallgäuer Kreistags und unabhängigen Experten aus der Seniorenarbeit. Der erste Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Der zweite mit 2000, der dritte Preis mit 1000 Euro. Alle eingereichten Projekte bekommen einen Anerkennungspreis in Höhe von 100 Euro. Weitere Informationen sind im Internet unter www.unterallgaeu.de/seniorenkonzept zu finden. (AZ/stz)

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