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Dietenheim

26.05.2020

Unterstützung aus China: Masken für die Altenheime

Rolf Gramm (rechts) übergibt Masken an Alexander Paul von der Theresia-Hecht-Stiftung. Seine Zulieferer in China haben ihm 40000 Exemplare geschickt.
Bild: R. Gramm

Plus Ein Dietenheimer Unternehmer und Erfinder lässt seine Kontakte nach Fernost spielen. Sein Engagement kommt lokalen Einrichtungen zugute.

Rolf Gramm ist vielen als Erfinder bekannt: Im vergangenen Jahr trat der Dietenheimer mit einem besonderen Spiegel bei der ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“ auf. Das Außergewöhnliche an dem Spiegel: Mithilfe einer Kamera und eines Monitors sieht man Vorder- und Rückseite. Jetzt hat Gramm seine Kontakte ins Ausland genutzt, um die Altenheime in der Umgebung mit Masken zu versorgen.

Die chinesischen Zulieferer bieten ihre Unterstützung an

Für die Herstellung der Spiegel bezieht Gramm Materialien aus China. Die chinesischen Zulieferer hätten ihn bereits seit Anfang März auf die Bedeutung der Masken aufmerksam gemacht und ihm tausend Exemplare kostenlos geschickt. Zu diesem Zeitpunkt habe in Deutschland noch niemand Masken getragen. „Die Zulieferer haben von Beginn an ihre Unterstützung angeboten“, sagt Gramm. Als ortsansässige Firmen hätten sie einen Zugang zum chinesischen Markt, über den sie Masken erwerben könnten.

Die chinesischen Masken werden vor dem Export streng kontrolliert

Als Gramm von den Engpässen der Theresia-Hecht-Stiftung in Regglisweiler bei der Versorgung mit Masken erfuhr, kam er auf das Angebot seiner chinesischen Zulieferer zurück. Vor etwa zwei Wochen seien die bestellten 40000 Masken bei den Alten- und Pflegeheimen der Stiftung eingetroffen. Das jedoch nicht ohne Aufwand: Seit dem Skandal um fehlerhafte Masken und Schutzkleidung habe die chinesische Regierung laut Informationen Gramms strenge Kontrollen der zu exportierenden Ware eingeführt. Zudem sei der Import teuer und nicht ohne Schwierigkeiten.

Doch es hat geklappt. Die Masken hat Gramm zum Selbstkostenpreis an die Heime übergeben. Er ist begeistert: „Die Chinesen waren und sind unwahrscheinlich hilfsbereit.“

Viele lokale Unternehmer werden in der Krise kreativ und wollen helfen. Mehr darüber lesen Sie hier:

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