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Fellheim

15.01.2020

Verkauf des Schlosses in Fellheim ist abgeschlossen

Neuer Schlossherr in Fellheim ist eine Eigentümergemeinschaft.
Bild: Armin Schmid

Zahlreiche Privatinvestoren sichern sich die rund 80 Parzellen im Schloss Fellheim.

Der Verkauf des Fellheimer Schlosses, dessen Geschichte bis ins Jahr 1557 zurückreicht, ist abgeschlossen. Zahlreiche Privatinvestoren sicherten sich Parzellen der Immobilie. Der frühere Besitzer, die Firma Primus Concept Pflegeimmobilien aus München, hatte das Schloss zuvor in rund 80 Parzellen aufgeteilt, die im Verlauf der vergangenen zwölf Monaten veräußert wurden. Das Schloss wurde dadurch quasi zu einem Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen beziehungsweise Pflegeappartements.

Die mittlerweile verkaufte Gesamtfläche liegt bei rund 5200 Quadratmetern. Insgesamt handelt es sich um 67 Pflegezimmer, ein Tagespflegezimmer, drei Personalwohnungen und acht Einheiten für betreutes Wohnen. Die Zimmer haben eine Größe zwischen rund 13 bis 47 Quadratmeter. Mit Anteilen an Allgemeinflächen umfassen die einzelnen Parzellen 37 bis 83 Quadratmeter. Die Kaufpreisspanne lag im Bereich von 90 000 Euro bis 316 000 Euro.

Primus-Pressesprecher Thomas Maaß zufolge waren innerhalb kurzer Zeit alle Einheiten verkauft. Alle Appartements seien an private Investoren übergegangen. Ein Großteil der Kapitalanleger habe eine Wohneinheit gekauft. Es habe aber auch Investoren gegeben, die Doppelkäufe realisiert und mehrere Zimmereinheiten im Objekt gekauft hätten. Primus Concept selbst ist laut Maaß nicht mehr an der Immobilie beteiligt. Durch den Verkauf habe sich eine eigenständige Besitzergemeinschaft gebildet.

Verkauf des Schlosses in Fellheim ist abgeschlossen

Die Schloss Fellheim Altershorizonte GmbH ist nach wie vor Pächter und Betreiber der gesamten Immobilie. Der Pachtvertrag läuft 25 Jahre (ab März 2018) und beinhaltet eine Verlängerungsoption um fünf Jahre. Der Wohn- und Pflegebetrieb bietet Kapazitäten für rund 80 Senioren. Dazu gehören stationäre Pflege, Demenzpflege, betreutes Wohnen, Tagespflege sowie Kurzzeit- und Verhinderungspflege. 1990 wurde das Areal zu einem Seniorenwohn- und Pflegeheim umgebaut, das 1992 in Betrieb ging. Für die Bewohner soll die neue Ausrichtung keine Auswirkungen haben.

Der Vorteil für die neuen Besitzer soll laut dem Pressesprecher darin liegen, dass die Miete über die gesamte Laufzeit lückenlos fließen soll. Die erzielbare Rendite für die Privatanleger ist bei den vorliegenden Konditionen im Bereich von vier Prozent ausgewiesen. Laut Thomas Maaß handelt es sich um eine langfristige Kapitalanlage mit nachhaltigem Charakter. Ziel war es demnach, dass von privater Hand mehr Geld in den Wachstumsmarkt Pflegeimmobilien fließen soll.. (sar)

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