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06.03.2009

Versteigerungskrimi im Illertisser Schloss

Illertissen/Kellmünz (zisc) - Das Kellmünzer Steinbock-Käsewerk hat einen neuen Besitzer. Beim dritten Versteigerungstermin im Illertisser Amtsgericht erhielt Eduard Flemming aus Schemmerhofen den Zuschlag.

Der Termin entwickelte sich im Laufe von rund eineinhalb Stunden zu einer Versteigerung, wie man sie vielleicht aus dem Fernsehen kennt: Ein Gebot jagte das nächste, bis es schließlich hieß: "Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten - verkauft an ..."

Dabei begann es mit der Abgabe der Gebote im voll besetzten Sitzungssaal eher schleppend. Nachdem die 5/10 Mindestgebot-Grenze für den angesetzten Verkehrswert des Versteigerungsobjekts (Verkehrswert: 175 000 Euro) bei diesem dritten Termin nicht mehr galt, startete das erste Gebot bei 10 000 Euro.

Während der halbstündigen regulären Bietzeit wurden zuerst die langsam steigenden Gebote der insgesamt neun Bieter gesammelt. Allmählich kamen die Interessenten in Fahrt. Meist im 1 000-Euro-Schritt überbot ein Bieter den anderen. Auch nach der regulären Bietzeit ging es mit der Gebotsabgabe Schlag auf Schlag - und so schnellte der Verkaufspreis nach oben.

Versteigerungskrimi im Illertisser Schloss

Den Zuschlag für das 1069 Quadratmeter große Anwesen des ehemaligen Käsewerks samt Fabrikgebäude, Wohnhaus, Nebengebäude, Hofraum und Garten erhielt schließlich Eduard Flemming. Sein Gebot in Höhe von 72 000 Euro wurde nicht mehr überboten.

In der ehemaligen Fabrik sollen Wohnungen entstehen

Mit der Erteilung dieses Zuschlags gingen alle Rechte und Pflichten, die das Anwesen betreffen, sofort auf den neuen Eigentümer über. Der Zerspanungsmechaniker aus Schemmerhofen bei Laup-heim (Kreis Biberach) will das ehemalige Käsewerk zu Wohnungen umbauen und diese dann vermieten.

Mit diesem Zuteilungsbeschluss ist die Geschichte des Kellmünzer Steinbock-Käsewerks nun endgültig besiegelt. Bei der Unternehmensliquidation im April 2000 wurde das bekannte und in dritter Generation von der Familie Bischof geführte Unternehmen, die Steinbock-Käsewerk Josef Bischof GmbH, aufgelöst. Während die Kapitalgesellschaft damals endete, blieb die mit gleichen Gesellschaftern gegründete Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) erhalten.

Zum Zweck der Aufhebung der Gemeinschaft hatte Mathilde Bischof aus Kellmünz, eine von sechs Gesellschaftern, beim Amtsgericht die Teilungsversteigerung beantragt.

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